FUSSBALL IN KÜRZE

Rangnick und die neuen Alternativen

von Redaktion

In Badelatschen, mit schmutzigen Socken und einem Dauergrinsen stand Yussuf Poulsen ganz locker da und philosophierte über seinen Top-Auftritt in Düsseldorf. Ob die Gegenspieler von Fortuna Düsseldorf es ihm und seinen Leipziger RB-Kollegen beim 4:0 (3:0)-Erfolg zu leicht gemacht hätten? Eher nein, befand der Däne nach seinem Doppelpack in der 2. und 16. Minute. „Dass wir hochverdient gewonnen haben, zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind“, kommentierte Poulsen am Sonntagabend den dritten Auswärtssieg des Ralf-Rangnick-Teams in dieser Saison. Wohl wahr: Denn mit 34 Punkten unterstrichen die Leipziger vor 34 394 Zuschauern als aktueller Tabellenvierter ihre Königsklassen-Ambitionen. Das ist auch dem 24-jährigen Poulsen zu verdanken. Erstmals in seiner Bundesligakarriere steht er mit jetzt zehn Saisontreffern zweistellig in den Bilanzen. Zusammen mit seinem Kollegen Timo Werner hat Poulsen 21 der insgesamt 35 Leipziger Tore erzielt. „Endlich haben wir mal wieder ein richtig überzeugendes Auswärtsspiel hingelegt“, sagte Rangnick. Und noch eines konnte der 60-Jährige konstatieren: „Wir hatten ein extrem balleroberungsstarkes Mittelfeld.“ Dabei war Leipzigs Trainer bei seiner Aufstellung ein Risiko eingegangen: Er beorderte neben Diego Demme den US-Boy Tyler Adams auf die Doppel-Sechs. Der 19 Jahre alte Winter-Zugang aus New York machte es bei seiner Premiere so gut, dass bei Rangnick der Eindruck entstand, Adams habe so gespielt, „als wäre er schon länger bei uns“.

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