Vallori, Osako und zahlreiche Flops

von Redaktion

Hilfe oder der nächste Fehlgriff? Neulöwe Owusu ist da – so schlugen sich die Winter-Zugänge seit Ismaiks Einstieg

München – Heute wird Prince Osei Owusu, 22, erstmals mit seinem neuen Team, dem TSV 1860, trainieren. Ob der Leih-Stürmer aus Bielefeld schon am Samstag im Heimspiel gegen Tabellenführer Osnabrück auflaufen darf? Seit Hasan Ismaiks Einstieg im Jahr 2011 ist Owusu Winterzugang Nummer 23. Wie sich seine Vorgänger schlugen, zeigt unsere Übersicht.

2011/12

Mit Guillermo Vallori gelingt Sportchef Florian Hinterberger ein Volltreffer. Der Spanier, aus Zürich gekommen, stabilisiert die Defensive, am Ende belegen die Löwen Platz sechs in der 2. Liga.

2012/13

Große Hoffnungen, durchwachsene Bilanz: Weder der kanadische Oldie Rob Friend noch Talent Ola Kamara können überzeugen, Malik Fathi spielt zumindest solide. Auch diese Saison beenden die Löwen als Sechster.

2013/14

Mit Trainer Friedhelm Funkel soll der Aufstieg gelingen, zumindest der Japaner Yuya Osako schafft’s. In 15 Spielen trifft der Nationalspieler sechsmal – und wechselt nach der Saison in die Bundesliga zum 1. FC Köln. Sechzig wird Siebter, Manager Hinterberger muss gehen.

2014/15

Unter Hinterbergers Nachfolger Gerhard Poschner verwechseln die Löwen Umbruch mit Abbruch. In Erinnerung bleibt Anthony „Kofi“ Annan durch den Begrüßungssatz von Allesfahrer Roman Wöll in Marbella: „Done, schiaß uns nauf!“

2015/16

Nach dem Relegationswunder gegen Kiel legt 1860 die nächste Katastrophensaison hin. Im Winter greift Poschners Nachfolger Oliver Kreuzer zum Nothammer, holt Erfahrung für den Abstiegskandidaten. Trotzdem bedarf es eines neuerlichen Wunders. Zum Retter wird ein Jugendtrainer namens Daniel Bierofka. Sascha Mölders und Jan Mauersberger erweisen sich erst nach dem Absturz in die 4. Liga ein Jahr später als echte Säulen.

2016/17

Auf in den Untergang! Beraten vom zweifelhaft beleumundeten Kia Joorabchian lässt Ismaik das ganz große Buffet auffahren, doch selbst der anfangs starke Abdulaye Ba wird vom Abwärtssog mitgerissen. Welchem Zweck Frank Boya diente, ist bis heute ungeklärt.

2017/18

Als Regionalligist sind Wintertransfers Luxus. Die Löwen gönnen sich Michael Görlitz als Ersatz für den dauerverletzten Timo Gebhart. Der sympathische Zugang spielt keine Rolle, der Aufstieg gelingt trotzdem.

2018/19

Owusu soll Wandervogel Adriano Grimaldi ersetzen und die nötigen Tore für eine sorgenfreie Restrunde schießen. Wird Zeit, dass sich die Wintertransferbilanz ins Positive dreht. LUDWIG KRAMMER

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