FUSSBALL IN KÜRZE

Kritik an Katar

von Redaktion

Der TSV 1860 ist vom Sportgericht des DFB wegen Fehlverhaltens der eigenen Anhänger mit Geldstrafen belegt worden. Der Drittligist muss 4200 Euro zahlen. Vor Anpfiff und in der 60. Minute des Drittligaspiels beim Karlsruher SC am 25. November wurden im Münchner Zuschauerbereich mindestens zwölf pyrotechnische Gegenstände gezündet.

Angesichts der Fußball-WM 2022 in Katar hat Amnesty International das Gastgeberland erneut scharf wegen Menschenrechtsverstößen kritisiert. In einem gestern veröffentlichten Bericht forderte Amnesty die Regierung in Doha auf, „die tagtägliche Schikane und das Elend unzähliger Arbeitsmigranten“ endlich zu beenden. Die Fifa schloss sich der Kritik von Amnesty an. „Die Uhr tickt und die katarischen Behörden haben nicht mehr viel Zeit, um sich durch entschlossenes Handeln wirkliche Fans zu schaffen“, sagte Regina Spöttl, Katar-Expertin der Menschenrechtsorganisation. Die Reformversuche reichten nicht aus, viele Arbeiter seien weiter „Ausbeutung und Menschenrechtsverstößen ausgesetzt“. Amnesty rief dazu auf, Arbeiter rechtlich besser zu schützen, den Mindestlohn zu erhöhen, und das „Kafala“-Prinzip zu beenden. Es sieht vor, dass Arbeiter ihre Stelle nur wechseln dürfen, wenn ihr bisheriger Arbeitgeber dem zustimmt.

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