Leipzig – RB Leipzig ist im siebten Anlauf erstmals in seiner Vereinsgeschichte ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Gegen den erschreckend schwachen Bundesligarivalen VfL Wolfsburg setzten sich die Sachsen von Cheftrainer Ralf Rangnick ohne große Mühe mit 1:0 (1:0) durch. Vor nur 21 135 Zuschauern in der halbleeren Red Bull Arena erzielte Matheus Cunha (9.) den Siegtreffer für die überlegenen Gastgeber, die jedoch einen klareren Sieg verpassten.
„Unterm Strich waren wir die Mannschaft mit den klar besseren Chancen. Wenn man etwas kritisieren will, dann, warum wir das zweite Tor nicht gemacht haben“, sagte Leipzigs Kapitän Willy Orban. Der Wolfsburger Renato Steffen sagte: „Das war heute kein gutes Spiel, nach einem Fehler von uns haben wir auch noch ein Tor hergeschenkt. Wir hatten Chancen, die haben wir aber nicht genutzt.“
Der Brasilianer Cunha, Ersatz für RB-Torjäger Timo Werner (Grippe), nutzte einen Steilpass von Klostermann zur frühen Führung. Fast folgte postwendend der Ausgleich, doch Peter Gulacsi lenkte einen Schlenzer von Renato Steffen (15.) um den Pfosten. Danach verlagerte sich das Spiel ins Mittelfeld.
Nach einer knappen Stunde erhöhte RB den Druck. Insgesamt präsentierte sich Wolfsburg viel zu harmlos, zeigte zu wenig Engagement in der Offensive und ließ die Aggressivität vermissen. Die Gastgeber machten hingegen durch Konter Druck, in Strafraumnähe fehlte aber die Abgeklärtheit. Die mangelnde Chancenverwertung machte die Begegnung unnötig spannend. In der Abwehr zeigte der Bundesliga-Vierte Leipzig gegen den Sechsten einen grundsoliden Auftritt. dpa