Chemnitz/Neuruppin – Die angeblichen Manipulationsversuche in der Regionalliga Nordost werden die zuständigen Gerichte und Verbände noch länger beschäftigen. Welche Rolle genau ein chinesischer Sportvermarkter spielt, bleibt vorerst unklar. Die Staatsanwaltschaft von Chemnitz übergab an ihre Kollegen in Neuruppin, die bereits wegen der Partie Babelsberg gegen Halberstadt ermitteln (wir berichteten).
Der Chemnitzer FC habe die Gespräche mit dem Sportvermarkter sofort abgebrochen und zusätzlich den Nordostdeutschen Fußballverband informiert, erklärte die Chemnitzer Staatsanwaltschaft. Die zuständige Behörde in Neuruppin bestätigte, dass sie ein Verfahren wegen des Verdachts der Spielmanipulation führt. Oberstaatsanwalt Frank Winter machte keine Angaben, gegen wen sich der Verdacht konkret richtet. Er verwies auf das laufende Verfahren. Es wird generell viel geschwiegen in dieser dubiosen Geschichte.
Seit knapp drei Monaten steht die Partie zwischen dem SV Babelsberg und Germania Halberstadt (3:1) unter dem Verdacht einer unerlaubten Einflussnahme. Eine erste Verhandlung vor dem Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes fand bereits statt. „Vorermittlungen ergaben den hinreichenden Tatverdacht auf eine mögliche Einflussnahme auf das Spielergebnis“, sagte NOVF-Geschäftsführer Holger Fuchs. Daraufhin sei ein Sportgerichtsverfahren gegen den Sportlichen Leiter des Vereins, Andreas Petersen, eingeleitet worden.