Der deutsche Profifußball hat in der Saison 2017/18 einen Umsatzrekord von 4,42 Milliarden Euro erzielt. Dies berichtete das „Handelsblatt“ mit Bezug auf den „Wirtschaftsreport 2019“ der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Vor allem ein neuer Medienvertrag trug demnach 65 Prozent zum Wachstum bei. Für die Spielzeit 2016/17 hatte die DFL einen Umsatz von 4,01 Milliarden Euro vermeldet. Die Bundesliga sei „im Großen und Ganzen sehr gesund“, sagte DFL-Chef Christian Seifert der Wirtschaftszeitung. Der Profifußball sei über ein Jahrzehnt hinweg sechsmal stärker als die deutsche Wirtschaft gewachsen. Er räumte aber ein, dass manche Spielergehälter „tatsächlich schwer nachvollziehbar“ seien. Seifert bekräftigte zudem, im Frühjahr 2020 die Medienrechte neu vergeben zu wollen und daran „bereits seit einem Jahr“ zu arbeiten. Die DFL habe neue Ideen entwickelt und rede mit dem Bundeskartellamt darüber.
Der walisische Nationalspieler Aaron Ramsey soll ab 1. Juli bei Juventus Turin umgerechnet 450 000 Euro (400 000 Pfund) in der Woche verdienen. Das berichten britische Medien. Es ist das höchste Grundgehalt, das je ein britischer Kicker bezogen hat. Der 28-Jährige vom FC Arsenal einigte sich mit dem Team von Sami Khedira und Emre Can sowie von Cristiano Ronaldo auf einen Vierjahresvertrag bis 2023. Ramsey, der seit 2008 bisher 359 Pflichtspiele im Trikot der Gunners absolvierte, wechselt ablösefrei in die Seria A.
Der bahrainische Fußballer Hakeem Al-Araibi ist nach seiner Entlassung aus der thailändischen Haft begeistert in seiner Wahlheimat Australien empfangen worden. Gratulanten begrüßten den mehr als zwei Monate inhaftierten 25-Jährigen gestern nach seiner Ankunft am Flughafen in Melbourne. Das Auslieferungsverfahren gegen Al-Araibi war eingestellt worden, wie die Staatsanwaltschaft in Thailand am Montag mitgeteilt hatte. Ende November war der Spieler mit seiner Frau in die Flitterwochen nach Thailand geflogen und dort verhaftet worden. Al-Araibi steht beim australischen Zweitligisten Pascoe Vale FC unter Vertrag. Er war 2014 aus Bahrain nach Australien geflohen. In seiner Heimat wird ihm vorgeworfen, für den Anschlag auf eine Polizeistation mitverantwortlich zu sein, Al-Araibi beharrt darauf, zur fraglichen Zeit nicht in Bahrain gewesen zu sein.
Der 19-malige türkische Meister Fenerbahce Istanbul hat in der Europa League den ersten Schritt in Richtung Achtelfinale gemacht. Fener setzte sich im vorgezogenen Hinspiel des Sechzehntelfinals gegen den russischen Topklub Zenit St. Petersburg 1:0 durch. Islam Slimani (21.) erzielte das entscheidende Tor für den Tabellen-14. der Süper Lig, der in der Meisterschaft nach 21 Spieltagen erst fünf Siege auf dem Konto hat. Der ehemalige Nürnberger Robert Mak (44.) verschoss bei den Gästen einen Elfmeter.