Lake Placid – Der Dämpfer hat gesessen. Die bislang in allen Weltcups siegreichen Viererbob-Piloten sind beim ersten Überseerennen in Lake Placid noch nicht einmal aufs Podium gekommen. Der zuvor im Zweierbob siegreiche Francesco Friedrich musste sich in den USA mit Platz vier bescheiden, Nico Walther wurde Fünfter, Johannes Lochner landete auf Platz sieben. „Man sieht, dass wir uns Richtung WM bewegen, die anderen munitionieren wieder auf und setzen uns gehörig unter Druck. Ich denke, es war ein Warnschuss für uns alle, dass wir ganz konzentriert in Richtung Whistler gehen müssen“, bilanzierte Cheftrainer René Spies zwei Wochen vor Beginn der Titelkämpfe.
Erstmals in seiner Karriere in der Königsklasse gewann der kanadische Zweierbob-Olympiasieger Justin Kripps. Zweiter wurde der Lette Oskars Kibermanis vor Maxim Andrijanow (Russland). Der nach dem ersten Lauf überraschend Führende Rudy Rinaldi (Monaco) stürzte im zweiten Durchgang. Sein Schlitten richtete sich aber wieder auf und erfasste kurz vor der Zielkurve fast einen Bahnarbeiter. Der zu Hilfe eilende Mann rettete sich mit einem Sprung über die Bande vor einem schweren Crash.
Zumindest im kleinen Schlitten hielt die Serie von Doppel-Olympiasieger Friedrich. Der Sachse fuhr mit Anschieber Thorsten Margis am Freitag zum siebten Sieg im siebten Weltcuprennen. dpa