Die Zweitliga-Riesen schwächeln

von Redaktion

Kölns Sportchef Veh schlägt Alarm: „Wir brauchen Lösungen“

München – Die lästigen Kleinen machen den Topfavoriten im Fußball-Unterhaus im Kampf um den Aufstieg weiter das Leben schwer. Während beim Hamburger SV nach dem 2:2 (1:1) im ländlichen Heidenheim noch Zufriedenheit vorherrschte, wachsen beim 1. FC Köln nach dem 2:3 (1:0)-Desaster bei Aufsteiger SC Paderborn die Sorgen. „Nach der Niederlage ist das Ziel gefährdet“, sagte Sportchef Armin Veh.

Köln hatte am Freitag beim emotionalen Comeback von Torjäger Anthony Modeste, der 234 Sekunden nach seiner Einwechslung traf, eine 2:0-Führung durch drei Gegentore in den letzten 13 Minuten leichtfertig verspielt. Tags drauf wurden die Kölner, die noch das Nachholspiel bei Erzgebirge Aue (27. Februar) haben, von Union Berlin vom zweiten auf den dritten Rang verdrängt.

Zehn Tage vor dem Karnevals-Auftakt ist der Spaß in der Domstadt vorerst vorbei, Veh erhöht den Druck auf Trainer Markus Anfang. „Das Trainerteam ist jetzt gefragt, Lösungen zu finden.Wir müssen unsere Spiele gewinnen“, sagte Veh. Das Formtief kommt unerwartet. Köln hatte sich in der Winterpause mit vermeintlich erstklassigen Spielern wie Johannes Geis, Florian Kainz und eben Modeste verstärkt.

Der Franzose hatte nach wochenlangem Transfer-Hick-Hack mit seinem chinesischen Ex-Club FC Tianjin Tianhai von der FIFA die Spielgenehmigung erhalten und dem 1:0 von Jhon Cordoba das 2:0 folgen lassen. Dann folgte der Zusammenbruch durch die Paderborner Gegentore von Bernard Tekpetey (80.), Kai Pröger (86.) und Marlon Ritter (90.+2). Die Kölner Offensivpower mit 53 Toren ist offenbar nicht zwingend eine Erfolgsformel.

Da ist der HSV schon etwas effektiver. Nach zweimaligem Rückstand nahmen die Hanseaten immerhin noch einen Punkt aus Heidenheim mit. Lewis Holtby fand es in Ordnung: „Wichtig ist, dass du gegen die Verfolger nicht verlierst.“  dpa

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