Muskelspiele in der Halle

von Redaktion

Dutkiewicz, Schwanitz, Storl: Leichtathleten zeigen sich bei Meisterschaften in guter Form

Leipzig – Laufjuwel Konstanze Klosterhalfen glänzte in Rekordzeit, Kugelstoßerin Christina Schwanitz war auch als Zwillingsmutter Chefin im Ring und David Storl überzeugte als Seriensieger. Die deutschen Leichtathleten haben sich bei den Hallen-Titelkämpfen am Wochenende in Leipzig gut präsentiert, doch bis zur EM Anfang März in Glasgow müssen viele noch zulegen.

So empfahlen sich für Medaillen vor allem jene Asse, die schon bei der Jubel-EM 2018 in Berlin ganz oben auf dem Podest standen: Kugelstoßer Storl und Weitspringerin Malaika Mihambo. Dazu die Hürdenflitzerinnen Pamela Dutkiewicz und Cindy Roleder nach einem packenden Duell und Dreisprung-Meisterin Kristin Gierisch. Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko reichten diesmal auch 2,26 Meter zum fünften Titel in Serie.

Zwei Tage vor ihrem 22. Geburtstag an diesem Montag begeisterte Klosterhalfen die 3500 Zuschauer: Titel über 3000 Meter in 8:32,47 Minuten, ihren eigenen deutschen Rekord um 3,54 Sekunden verbessert, Weltjahresbestzeit. „Dass ich hier bei den Deutschen so aufgenommen wurde, ist super schön“, sagte Klosterhalfen, die den Wechsel in die USA (siehe Text unten) nicht bereut. Sie sagte: „Ein anderer Trainer, Weltklasse- Athleten, das ganze Umfeld ist einfach nur eine unbeschreibliche Atmosphäre, einfach nur super toll.“

Eine Woche nach ihrem deutschen Rekord von 14,59 Metern überzeugte Dreispringerin Kristin Gierisch auch in Leipzig: Mit 14,38 holte sich die Favoritin ihren vierten Hallentitel ab – und fährt mit Medaillenchancen nach Glasgow. „Bei der EM bin ich Titelverteidigerin. Ich bin zudem Erste der europäischen Bestenliste. Das sagt doch alles über meine Ziele“, erzählte die Chemnitzerin.

Ex-Weltmeisterin Schwanitz überzeugte mit der Jahresweltbestleistung von 19,54 Metern. Dabei war die 33-Jährige vom LV 90 Erzgebirge gehandicapt angereist. „Als ich heute Morgen aufgestanden bin, da dachte ich, ich hab’ mir den größten Männerschnupfen von meinem Mann eingefangen“, erzählte die EM-Zweite, die seit anderthalb Jahren Mutter von Zwillingen (Schwanitz: „meine Krümmel“) ist.

Ihr Kugel-Kollege Storl holte sich ohne große Mühe seinen siebten Hallentitel ab. Mit der Saisonbestleistung von 21,32 lag der Hüne vom SC DHfK Leipzig fast zwei Meter vor dem Sindelfinger Tobias Dahm.

Hürdenflitzerin Pamela Dutkiewicz (Wattenscheid) gewann das Weltklasse-Duell mit ihrer Dauerrivalin Cindy Roleder (Halle) – und freute sich nach dem 60-Meter-Sieg über starke 7,90 Sekunden. „Ich liebe diese Bahn – hier ist immer so eine geile Atmosphäre“, sagte die Freiluft-Vizeeuropameisterin.

Weitsprung-Europameisterin Malaika Mihambo arbeitet weiter an den sieben Metern – diesmal fehlten der 25-Jährige von der LG Kurpfalz mit der Siegesweite von 6,72 Metern deutlich mehr als vor zwei Wochen bei den 6,99 beim Berliner Hallen-ISTAF.  dpa

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