Als ihn ein Reporter zu Robert Lewandowski befragte, ist Uli Hoeneß zornig geworden. Der Reporter wollte wissen, wie sehr in Liverpool auf den Stürmer ankommt, da fauchte der Präsident des FC Bayern zurück: „Ihr müsst aufhören das immer nur so zu personifizieren. Es spielt nicht Robert Lewandowski, es spielt nicht Niko Kovac, es spielt Bayern München.“
Es stimmt, nicht jede Personifizierung eignet sich im Fußball zur Erklärung. Es stimmt aber auch, dass Lewandowski in den großen Spielen der vergangenen Jahre nicht wie der Stürmer spielte, für den er sich selbst hält. Die Kritik bezog sich auf die entscheidenden Duelle in der Champions League.
In dieser Saison hat Lewandowski, 30, die Bayern schon oft gerettet – ganz egal, was Didi Hamann sagt. Mit acht Treffern führt er die Torjägerliste der Champions League an. „Es ist wichtig, ein Auswärtstor zu machen“, hat Salihamidzic vor dem Achtelfinale in Liverpool gesagt, zumal die Abwehr der Engländer geschwächt ist. Es kommt also auf Lewandowski an, der ein Tor für seinen Ruf schießen könnte, vor allem aber für Bayern München. cfm