Ski nordisch
Der verstorbene frühere Weltklasse-Skispringer Matti Nykänen erhält in seiner Heimat Finnland ein Staatsbegräbnis. Das bestätigte Sportminister Sampo Terho gegenüber der finnischen Zeitung „Seiska“. „Ich denke, Matti hat es sich durch seine Erfolge im Sport verdient“, sagte Terho. Der finnische Staat übernimmt die Kosten der Bestattung, der Termin ist noch offen. Nykänen ist erst der fünfte finnische Sportler, der ein Staatsbegräbnis erhält. Zuvor wurde diese Ehre unter anderem Leichtathlet Paavo Nurmi zuteil, der zwischen 1920 und 1928 insgesamt neun olympische Goldmedaillen gewann. Der viermalige Olympiasieger Nykänen war Anfang Februar im Alter von 55 Jahren gestorben. In den 1980er-Jahren hatte Nykänen den Sport dominiert, nach seinem Karriereende prägten jedoch Alkoholexzesse und Gewalt sein Leben.
Behindertensport
Paralympicssieger Martin Fleig hat bei der nordischen Ski-WM der Behindertensportler überraschend Gold im Langlauf gewonnen. Der 29-Jährige setzte sich im kanadischen Prince George über 7,5 Kilometer drei Sekunden vor dem favorisierten Gesamtweltcup-Führenden Daniel Cnossen (USA) durch. Knapp 24 Stunden zuvor hatte der gehbehinderte Gundelfinger im Biathlon nach vier Schießfehlern über die mittlere Distanz knapp eine Medaille verpasst. „Ich wollte meine Wut in Energie umwandeln. Eigentlich habe ich gedacht, dass ich das niemals drei Runden durchhalten kann, aber ich habe immer wieder an den Samstag gedacht“, sagte Fleig. Die sehbehinderte Clara Klug (München), die am Samstag gemeinsam mit Guide Martin Härtl mit WM-Gold im Biathlon über 10 Kilometer den größten Erfolg ihrer Karriere gefeiert hatte, sicherte die zweite Medaille des Tages für das deutsche Team. Über die 7,5 Kilometer im freien Stil lief die 24-jährige Oberbayerin beim Sieg der Ukrainerin Oksana Schischkowa auf den Bronzerang. Bei den Frauen in der sitzenden Konkurrenz fehlten Andrea Eskau (Magdeburg) als Vierte knapp 23 Sekunden zu ihrer zweite Medaille dieser Weltmeisterschaft.