Nürnberg – Der 1. FC Nürnberg wehrt sich. Das mit Disziplin und Leidenschaft erkämpfte Unentschieden gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund wirkte auf den Tabellenletzten wie eine Befreiung. Seit 16 Bundesligaspielen warten die Franken zwar schon auf einen Dreier. Der für die Moral kostbare Zähler gegen den wankenden BVB soll dem „Club“ nun jedoch den entscheidenden Impuls im Kampf um den Klassenerhalt liefern. „Das ist für mich der Basispunkt. Dieser Punkt tut uns allen gut, der tut der Mannschaft gut, der tut dem Verein gut“, sagte Interimscoach Boris Schommers.
Die Vereinsführung der Nürnberger hatte sich von der Trennung von Trainer Michael Köllner und Sportvorstand Andreas Bornemann ein Signal an die Mannschaft erhofft. Und im ersten Spiel unter der Leitung von Schommers als Chef an der Seitenlinie setzte das Team um Kapitän Hanno Behrens auch das ersehnte Zeichen.
„Wir leben auf jeden Fall, wir sind da, wir waren noch nie abgeschlagen“, sagte Abwehrspieler Lukas Mühl. Linksverteidiger Tim Leibold wollte das Remis aber nicht überbewerten: „Das war kein Signal an die Konkurrenz, das war einfach ein Punkt für uns, der noch wichtig sein kann im Abstiegskampf.“ dpa