Lotto-Gewinn

von Redaktion

Seefeld – Den ersten Vorgeschmack auf die Dinge, die da in den nächsten gut eineinhalb Wochen kommen werden, hat Seefeld schon in den letzten Tagen bekommen. Schon am Wochenende bezogen die ersten Athleten auf der Tiroler Hochebene Quartier. Am Ende werden rund 1800 Sportler und bis zu 200 000 Fans Seefeld ihre Aufwartung gemacht haben. Darunter auch so manche Super-Prominenz. Aus Norwegen hat sich König Harald angesagt, aus Schweden dessen Widerpart Carl Gustaf. Gut möglich, dass auch Russlands Präsident Vladimir Putin bis zum WM-Finale am 3. März einmal einschwebt.

Das ist eine ganze Menge für einen Ort, der selbst gerade einmal Einwohner zählt. Doch glaubt man Bürgermeister Werner Frießer, dann hätte Seefeld gar nichts besseres passieren können als diese vierten Nordischen Titelkämpfe nach 1964, 1976 und 1985. „Diese WM ist für uns wie ein Lotto-Sechser“, sagte Frießer der „Kronen-Zeitung.“

Dank der Titelkämpfe und der damit verbundenen Fördergelder von Bund und Land konnte der Ort seine in die Jahre gekommene Infrastruktur aufpolieren. Insgesamt 60 Millionen Euro wurden investiert, die Gemeinde musste davon ein vergleichsweise überschaubares Zehntel tragen.

So gesehen hat sich die Ausdauer der Gemeindeväter schon jetzt gelohnt. Wie Oberstdorf blitzte Seefeld dreimal in Folge (2013/2015/2017) mit seinen Bewerbungen ab. Der vierte Anlauf klappte. Wenn auch knapp – Oberstdorf wurde im entscheidenden Wahlgang mit 9:8 aus dem Rennen geworfen. Die Allgäuer dürfen nun beim nächsten Mal ran – 2021.

Das Programm in Seefeld ist übrigens so groß wie nie. Weil auch die Skisprung-Frauen nun einen Teamwettbewerb ins Programm bekamen, stehen der Weltmeisterschaft insgesamt noch nie da gewesene 22 Entscheidungen ins Haus. Die man aber auch dank eines starken Partners locker bewältigen kann. Die Skisprungwettbewerbe von der Großschanze steigen in Innsbruck.  rp

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