Unterhaching – Stefan Chrtianskys Ansage ist eindeutig: „Wir fahren nach Berlin, um drei Punkte zu holen“, geht der Trainer der Hypo Tirol Alpenvolleys Haching vor dem heutigen Gastspiel bei den BR Volleys (19.30 Uhr) verbal in die Offensive. Aus gutem Grund: Die Berliner sind zwar amtierender Deutscher Volleyball-Meister, die Spielgemeinschaft aus Unterhaching und Innsbruck führt aber das aktuelle Klassement an, mit acht Punkten Abstand zu den viertplatzierten Hauptstädtern.
Selbstbewusst blickt auch Hannes Kronthaler dem Duell entgegen, allerdings ohne jede Überheblichkeit: „Es gibt keinen Favoriten, die Chancen stehen 50:50“, sagt der Alpenvolleys-Manager, der den Berlinern trotz eines holprigen Saisonstarts mit Blick auf die Playoffs noch einiges zutraut: „Ich glaube, sie werden sich von allen Teams am meisten steigern. Mit dem neuen Zuspieler sind sie sicher besser geworden.“
Besagter Spielmacher gilt als einer der besten Volleyballer der Welt: Sergej Grankin holte in seiner Karriere viele Titel, wurde 2012 in London mit Russland Olympiasieger. Seit einem Monat ist der 34-Jährige in Berlin, es ist seine erste Auslandsstation.
Entscheidend sei, sich weder von diesem großen Namen noch der zu erwartenden Kulisse von 7000 Zuschauern beeindrucken zu lassen, betont Kronthaler: „Die Berliner wollen beweisen, dass sie besser sind als bei unserem 3:0 im Hinspiel. Da müssen wir gleich klarstellen, dass wir keine Angst haben. Wenn wir ohne Scheu auf Sieg spielen, stehen sie unter Druck.“ An der Umsetzung dieses Plans hegt der Innsbrucker kaum Zweifel, denn: „Wir sind gut drauf.“ UMBERTO SAVIGNANO