Tarnat: Vorbild England

von Redaktion

Ex-City-Profi: Bundesliga sollte sich öffnen

Hannover – In der Debatte um die 50+1-Regel im deutschen Fußball hat sich der frühere Manchester-City-Profi Michael Tarnat für eine Öffnung der deutschen Clubs nach englischem Vorbild ausgesprochen. „Wir beschweren uns alle, dass die Bundesliga in Europa der Musik hinterherläuft. Also müssen wir uns auch überlegen, was wir dagegen tun können“, sagte der frühere Nationalspieler und aktuelle Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Hannover 96 in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

„Wollen wir ausschließlich Traditionen bewahren oder wollen wir wieder im Konzert der Großen mitspielen? Stand jetzt ist doch von den deutschen Vereinen nur Bayern München international konkurrenzfähig“, sagte Tarnat weiter. „Ich kann beide Seiten gut verstehen. Aber unter dem Strich bin ich eher für eine Öffnung. Denn selbst in diesem Fall bliebe es doch jedem Verein selbst überlassen, wie er damit umgeht.“

In Deutschland soll die 50+1-Regel den Einfluss externer Investoren auf einen Fußball-Club begrenzen. In England wurden Vereine wie Manchester City von ausländischen Geldgebern übernommen. Der 49-jährige Tarnat spielte in seiner Karriere sechs Jahre für den FC Bayern, ehe er 2003 für eine Saison zu City wechselte.  dpa

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