Frankfurt – Nach der Gala gegen Schachtjor Donezk ließen sich Sebastien Haller, Luka Jovic und Co. auf einer emotionalen Ehrunde von ihren Fans minutenlang feiern. Dank des unerwartet klaren 4:1 (2:0)-Sieges hat die Eintracht die Party-Wochen in der Europa League fortgesetzt und ist erstmals seit 24 Jahren wieder ins Achtelfinale eines internationalen Wettbewerbes gestürmt.
Vor 47 000 Zuschauern trafen Jovic in der 23. Minute, zweimal Haller (27. per Handelfmeter/80.) und Ante Rebic (88.) für die Eintracht, die im Zwischenrunden-Hinspiel beim ukrainischen Meister ein 2:2 erreicht hatte. Nach dem Anschlusstreffer durch Junior Moraes (63.) musste der UEFA-Cup-Sieger von 1980 bei zwei Lattentreffern von Marlos (70.) und Taison (79.) zwischenzeitlich zittern, ehe dann gefeiert werden durfte. Nun hofft der Bundesligist bei der heutigen Auslosung auf ein attraktives Los.
„Das sind die magischen Momente, die wir in Frankfurt haben. Ich genieße es wie die Jungs. Es war ein wunderschöner Abend“, schwärmte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Auch Torhüter Kevin Trapp war hin und weg: „Sensationell. Es war unfassbar.“ Sebastian Rode sprach von einem „intensivem Spiel“ und fügte hinzu: „Wir mussten viel laufen, viel verteidigen. Jeder in der Region hat auf das Spiel hingefiebert. Es hat geknistert mit der Atmosphäre. Es war ein geiler Abend.“
Vorausgegangen war eine taktisch clevere Leistung der Mannschaft von Trainer Adi Hütter. Kein Hurra-Stil, sondern geduldig und kompakt in der Defensive agierte die Eintracht, um dann über schnelle Konter die eigenen Qualitäten auszuspielen.
Da aber etliche Chancen (Haller, Jovic) nicht genutzt wurden, kam in der zweiten Hälfte doch noch einmal Spannung auf. Moraes gelang nach Vorlage von Ismaily der Anschlusstreffer, danach traf Donezk zweimal die Latte. Doch Haller sorgte mit dem dritten Frankfurter Tor nach einem feinen Konter für Beruhigung, ehe Rebic alles klarmachte. dpa