Mönchengladbach – Sportdirektor Max Eberl will jetzt „nicht alles in Grund und Boden reden“, Trainer Dieter Hecking „die Ruhe behalten“. Was nach Durchhalteparolen eines Abstiegskandidaten klang, waren die beschwichtigenden Worte der Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach nach dem dritten Spiel in Folge ohne Sieg.
15:5 Torschüsse gegen den VfL Wolfsburg, 12:1 Ecken, 56 Prozent Ballbesitz – die Zahlen sprachen eigentlich für die Borussia. Doch am Ende stand eine 0:3-Heimniederlage. Die zwischenzeitlichen Meisterträume der Gladbacher gehören nun definitiv der Vergangenheit an, doch die Champions League soll es nach einer bisher so starken Saison für den Tabellendritten schon sein. „Ein Polster haben wir immer noch“, sagte Eberl – es klang ziemlich trotzig.
In Sachen Effizienz erteilte Wolfsburg den Gladbachern eine Lehrstunde. Drei Chancen, drei Tore – die Niedersachsen präsentierten sich bei ihrem bereits siebten Auswärtssieg in dieser Saison eiskalt. „Die Siege heben das Selbstvertrauen jedes einzelnen Spielers“, sagte Trainer Bruno Labbadia. Das bestätigten auch die VfL-Profis. „Wir gehen mit einer gewissen Leichtigkeit ins Spiel“, sagte Joker Mehmedi, dem in Gladbach zwei Tore gelangen. sid