München – Gaby Schuster, Angela Häßler, Martina Effenberg, Bianca Illgner… Wem es bei diesen Namen ganz warm ums Bundesliga-Unterhaltungsherz wird, dem seien aktuell dringend mehrere Blicke Richtung Italien empfohlen. Nach Mailand genau gesagt, wo beim FC Internationale herrlichster Stoff für die Seifenoper namens Profifußball gesponnen wird.
Die Hauptdarsteller: Mauro Icardi (26) und seine Ehefrau Wanda (32), gleichzeitig Managerin des argentinischen Nationalstürmers. Und das mit einer Vehemenz, die auch den eingangs erwähnten Damen Respekt abringen würde. Vorläufiger Höhepunkt: Icardis Absetzung als Kapitän vor dem Europa-League-Spiel bei Rapid Wien.
Professionellerweise blieb der Stürmer anschließend lieber in Mailand. Den Grund der Absetzung umschrieb Trainer Luciano Spalletti wenig verhüllt so: Es gebe da „gewisse Dinge im Umfeld dieses Jungen, die geregelt werden müssen. Diese Dinge beschämen die Mannschaft wie den Verein“. Wer gemeint war? Natürlich Wanda, die keine Gelegenheit auslässt, für eine Gehaltsaufmörtelung ihres Gatten zu werben und nebenbei als Co-Moderatorin der Fußball-Talkshow „Tiki-Taka“ munter Inter-Interna ausplaudert.
Beispiel 1: „Mehr noch als einen neuen Vertrag für Mauro würde ich mir von Inter die Verpflichtung eines Spielers wünschen, der ihm fünf anständige Pässe geben kann.“ Beispiel 2: Inter-Stürmer Ivan Perisic habe „aus persönlichen Gründen“ um einen Verkauf gebeten. Wie die „Welt“ berichtet, soll sich Perisic daraufhin mit folgenden Worten an seinen Kollegen Icardi gewandt haben: „Richte deiner Frau aus, sie soll im Fernsehen nicht mehr über mich sprechen.“ Direkter äußerte jüngst ein krimineller Inter-Fan seine Meinung zu Frau Icardi und ihrem Gebaren. Nach der Kapitäns-Absetzung des Stürmers flog ein Stein gegen die Windschutzscheibe des Autos der Spielerfrau.
Für Unmut sorgt auch die fußballerische Vorgeschichte der Frau. Bevor sie mit Mauro Icardi zusammenkam, war sie mit dessen acht Jahre älterem Kumpel Maxi López verheiratet, López und Icardi spielten einst gemeinsam für Sampdoria Genua. López giftige Einschätzung: „Ich glaube, dass ein Spieler dieser Qualität von einer Person beraten werden sollte, die ihn weiterbringt. Mauro hat die gleiche Einstellung wie Wanda. Manchmal ist sie sogar noch schlechter. Das ist der Grund, warum ich keinen Kontakt zu ihm habe.“
Wie die Inter-Posse ausgehen wird? Auch am Sonntagabend beim 3:3 in Florenz gehörte Icardi nicht zum Kader. Trainer Spalettis Rat an Wanda und ihren Mann: Solche Situationen löse man „nicht mit Postings und Likes“, sondern „auf altmodische Weise von Angesicht zu Angesicht“. Klarer Fall für eine Liveübertragung. Ludwig Krammer