IN KÜRZE

Fleig holt sein zweites WM-Gold

von Redaktion

Rad

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen Ex-Radprofi Jan Ullrich (45) wegen des Verdachts der Körperverletzung vorläufig eingestellt. Der Vorfall in Hamburg sei strafrechtlich deutlich geringfügiger zu bewerten als ein ähnlicher Fall, zu dem in Frankfurt/Main ermittelt werde, sagte Oberstaatsanwältin Nana Frombach. Ullrich war im vergangenen September von einem Angestellten eines Gastronomiebetriebs am Hamburger Flughafen angezeigt worden. Der Ex-Radprofi soll den 34-Jährigen am Hals gewürgt haben. Verletzt worden sei der Mann dabei aber nicht, hatte die Polizei damals mitgeteilt. Bei einer Verurteilung und der Bildung einer Gesamtstrafe würde die Hamburger Tat nicht ins Gewicht fallen, erläuterte Frombach. Darum könne das Verfahren vorläufig eingestellt werden. Das gelte allerdings nur, wenn das zuständige Gericht in Frankfurt eine vergleichsweise hohe Strafe verhänge. „Wenn nicht, würden wir unseren Fall wieder aufnehmen“, sagte die Oberstaatsanwältin.

Schiessen

Die Sportschützen Michael Heise (München) und Monika Karsch (Regensburg) haben beim Weltcup in Neu-Delhi/Indien die Medaillenränge knapp verpasst. Heise belegte bei seiner ersten Finalteilnahme den fünften Rang, die Olympia-Silbermedaillengewinnerin Karsch wurde mit der Sportpistole Vierte. Der frühere Junioren-Europameister Heise lag auf Platz 3, verfehlte mit den Schüssen 17 und 18 jedoch den inneren Ring und schied aus. Schnellfeuerpistolen-Olympiasieger Christian Reitz (Regensburg) kam nur auf Rang 16. Bei den Frauen scheiterte Karsch nach der 5. Runde und 25 Treffern.

Behindertensport

Martin Fleig (Freiburg) hat für einen goldenen Abschluss bei der Nordischen Para-Ski-WM gesorgt und die starke Bilanz des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) gekrönt. Im Langlauf über 15 km trotzte der 29-Jährige in Prince George/Kanada auch Temperaturen von minus 22 Grad und setzte sich in der sitzenden Klasse trotz eines Infekts mit fast zwei Minuten Vorsprung klar vor Taras Rad aus der Ukraine durch. „Das war aus meiner Sicht das beste Rennen, das er bis jetzt überhaupt gemacht hat. Technisch allerhöchstes Niveau. Er hat die Konkurrenz förmlich zerstört“, sagte Bundestrainer Ralf Rombach. Für Fleig war es nach zweimal Silber die zweite Goldmedaille bei den Titelkämpfen, die für die DBS-Athletinnen und Athleten sehr erfolgreich verliefen. Insgesamt holte das deutsche Team 15 Medaillen (5 x Gold, 3 x Silber, 7 x Bronze). Erfolgreichste deutsche Athletin war die sehbehinderte Münchnerin Clara Klug (24), die sich mit ihrem Guide Martin Härtl drei WM-Titel und zweimal Bronze sicherte. „Wahnsinn, das ist mehr als ich mir hätte erträumen können“, sagte Klug.

Artikel 1 von 11