Rosenheim – Ein Comeback, zwei Spiele, die für Rosenheims Stürmer Michael Fröhlich nicht unterschiedlicher hätten verlaufen können. In Selb standen den Eishockeyspielern noch nicht einmal die ersten Schweißperlen auf der Stirn, als die Oberliga-Partie nach Aussage von Trainer Manuel Kofler „schon verloren war“. Nach 38 Sekunden lagen sie in Selb 0:2 in Rückstand (Endstand: 0:4).
Das war ein negativer Vereinsrekord für die Starbulls, der Statistiker fand in der Rosenheimer Eishockeyhistorie kein Spiel mit einem ähnlich miserablen Start. Weder die Starbulls noch Fröhlich fanden in dieser Partie zurück ins Spiel. Am Sonntag bei der Heimpremiere von Fröhlich, der wegen eines Kniescheibenbruchs knapp vier Monate ausfiel, lief es dagegen bedeutend besser. Nach dem ersten Drittel stand es bereits 4:0 für Rosenheim, wobei Fröhlich das 3:0 von Robin Slanina vorbereitete. Aber es sollte noch besser kommen: Fröhlich, der bereits wieder fest in die erste Überzahlformation integriert war, traf im Nachschuss zum zwischenzeitlichen 5:1 und war nach dem Spiel „erleichtert nach vielen schweren Wochen auf der Tribüne“. Dass er nach der Partie, es war das 100. Pflichtspiel unter der Regie von Trainer Kofler, von den Starbulls-Fans zu einer Ehrenrunde aufgefordert wurde, fand Fröhlich „wunderschön“. HANS-JÜRGEN ZIEGLER