Sechs Punkte mehr, vier Zähne weniger

von Redaktion

Lubor Dibelka steht für den Aufwärtstrend der Tölzer Löwen in der DEL 2

Bad Tölz – Das Wochenende, an dem die Tölzer Löwen mit zwei Siegen das Heimrecht für die Playdowns bis auf einen Punkt sicherten, war das Wochenende des Lubor Dibelka. Der Deutsch-Tscheche feierte beim 4:3-Sieg in Ravensburg am Freitag seinen 36. Geburtstag, schoss die entscheidenden beiden Tore – und verlor bei einem hohen Stock vier seiner vorderen Zähne. Das hielt ihn nicht von weiteren Glanztaten ab: Beim mühsamen 3:2 am Sonntag gegen Aufsteiger Deggendorf legte er dem mitgerauschten Andreas Pauli mit einem exakt berechneten Pass genau in den Lauf das 3:2 auf.

Dibelka ist das Sinnbild für die aufstrebenden Löwen, die seit dem Trainerwechsel von Markus Berwanger zu Scott Beattie mitsamt Hinwendung zu offensiverem Spiel und ein paar starken Nachverpflichtungen im Aufwärtstrend sind. Anfangs musste die Tölzer Nummer 22 verletzt pausieren, kam zudem in einer Reihe mit Hannes Sedlmayr und Philipp Schlager mit Berwangers defensivem System nicht zurecht. Doch von der Leine gelassen, knüpft Dibelka an SCR-Topscorer-Zeiten aus der Vorsaison an: Zwölf Tore und 13 Assists in 13 Spielen lautet seine Bilanz. In einer Reihe mit Pauli und Goldhelm Stephen MacAulay harmoniert er bestens, findet immer wieder Lücken auf der rechten Seite, spielt kluge Pässe oder wird gefunden und vollstreckt selbst.

Auch in Überzahl sorgen Dibelka und die Löwen immer wieder für Torgefahr. Das war auch der Schlüssel zum Erfolg beim Tabellenzweiten. Nachdem Ravensburg das Spiel auf 2:1 gedreht hatte, nutzten die Löwen drei Powerplay-Situationen, um auf 3:2 und 4:3 vorzulegen. Die Begegnung mit Aufsteiger Deggendorf dagegen war mehr Kampf, ein „ekliger Sieg“, wie der Löwen-Trainer sagte. Tölz musste nach zwei leichten Gegentoren nach drei Minuten erst einen 0:2-Rückstand aufholen, spielte nach vorne zuweilen zu umständlich, konnte sich aber auf seinen Mann der Stunde verlassen, als Lubor Dibelka die Entscheidung vorbereitete. NICK SCHEDER

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