Frankfurt/Köln – Für Timo Boll soll der angekündigte Abschied von deutschen Tischtennis-Meisterschaften „lange nicht der Anfang vom Ende“ sein. „Ich muss wegen der immer größeren Zwänge auf internationaler Ebene irgendwo einen Strich ziehen“, sagte der Rekordsieger (zwölf Titel) im Hinblick auf seinen DM-Verzicht ab 2020.
Seinen Entschluss bezeichnete der bald 38 Jahre alte Weltranglistenfünfte vor seinem letzten Auftritt bei nationalen Titelkämpfen am Wochenende in Wetzlar bei Facebook als „Antwort auf den immer dichter werdenden Turnierkalender. Uns wird immer mehr abverlangt. Da muss ich vernünftig sein.“ Keinesfalls jedoch will der Europameister seine Zukunftsplanungen als Abschied auf Raten interpretiert wissen.
Grundsätzlich plant er, seiner Laufbahn bis mindestens 2022 fortzusetzen, dann läuft sein Vertrag bei Borussia Düsseldorf: „Ich will so lange spielen, wie ich Spaß daran habe und mein Körper auch mitmacht.“ Seinen DM-Abschied hatte Boll eigentlich schon 2018 in Berlin geplant, doch die Ansetzung 2019 in seiner hessischen Heimat hatte ihn zum Umdenken bewogen. sid