Glasgow – Kugelstoßer David Storl hat bei der Hallen-EM in Glasgow Silber gewonnen und den deutschen Leichtathleten damit zum Auftakt die erhoffte Medaille beschert. Der 28-Jährige vom SC DHfK Leipzig schaffte am Freitagabend im Finale der besten Acht mit 21,54 Metern den Sprung aufs Podest. Neuer Europameister und Nachfolger seines Landsmanns Konrad Bukowiecki wurde der Pole Michal Haratyk mit der europäischen Saisonbestleistung von 21,65 Metern; Bronze gewann der Tscheche Tomas Stanek mit 21,25 Metern.
Für Storl war es bereits das vierte Edelmetall bei einer Hallen-EM: 2011 holte der Sachse in Istanbul Silber, 2015 in Prag Gold und 2017 in Belgrad Bronze. Titelverteidiger Bukowiecki war in der Qualifikation mit 19,60 Metern gescheitert.
Zuvor hatte Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko sprang Saisonbestleistung von 2,28 m und zog ebenso wie Falk Wendrich (Soest/2,25) in das Finale am Samstag (19.00 Uhr/MEZ) ein. Przybylko hatte im vergangenen Jahr Bronze bei der Hallen-WM in Birmingham gewonnen.
Ein deutsches Trio qualifizierte sich über 3000 m: Der deutsche Meister Sam Parsons (Frankfurt/7:55,60 Minuten), Amos Bartelsmeyer (Frankfurt/7:51,35) und Florian Orth (Regensburg/7:54,59) stehen am Samstag (20.37 Uhr/MEZ) im Finale. Über 1500 m zogen Marius Probst (Wattenscheid/3:46,93 Minuten) und Karl Bebendorf (Dresden/3:45,70) ins Finale am Sonntag (21.01 Uhr/MEZ) ein. Ausgeschieden ist dagegen Nadine Gonska (Mannheim) über 400 m.
Eine schlechte Nachricht für den Deutschen Leichtathletik-Verband hatte es vor dem Start der Wettbewerbe gegeben. Die deutsche Dreisprung-Rekordlerin und Titelverteidigerin Kristin Gierisch (Chemnitz) musste ihren Start kurzfristig absagen. Die derzeit beste Springerin Europas zog sich im Abschlusstraining eine Knieverletzung zu. dpa/sid