IN KÜRZE

Dritter Gesamtsieg für Shiffrin

von Redaktion

Ski alpin

Der italienische Skirennfahrer Dominik Paris dominiert die Speed-Wettbewerbe im Weltcup zurzeit fast nach Belieben. Einen Tag nach seinem Sieg in der Abfahrt gewann der Südtiroler gestern auch den Super-G in Kvitfjell. „Man muss halt alles riskieren und hoffen, dass die anderen nicht so viel rausholen. Mittlerweile hab ich das richtige Maß gefunden“, sagte der Kitzbühel-Abfahrtsieger und Super-G-Weltmeister von Are. Mit Rang 19 bescheiden musste sich Josef Ferstl als bester Deutscher. Der Sieger des Super-G auf der Streif hatte die falsche Skiwahl getroffen, wie er zugab. „Ich bin den Kitzbühel-Ski gefahren, ich habe mich vergriffen“, sagte der 30-Jährige. Was auf der eisigen Piste in Kitzbühel richtig war, funktionierte auf dem aggressiven und griffigeren Schnee in Norwegen nicht. „Ich habe von oben bis unten Zeit verloren. Es war ein verlorener Tag für mich“, merkte Ferstl frustriert an.

Im Bett zum dritten Triumph im Gesamtweltcup: Ski-Dominatorin Mikaela Shiffrin, 23, ist nach den witterungsbedingten Rennabsagen beim Weltcup in Sotschi zu Hause die große Kristallkugel in den Schoß gefallen. „Das ist eine seltsame Sache“, sagte die Amerikanerin in einem Video, das sie über die Sozialen Medien streute: „Ich sitze hier in meinem Bett, und es fühlt sich nicht so an, als hätte ich gerade irgendwas geleistet.“ Das hatte sie zwar nicht am Samstag, als ihr der dritte Gesamtsieg in Folge wegen der Absage des ersten in Sotschi angesetzten Super-G nicht mehr zu nehmen war. Doch die ganze Saison, das gab auch die häufig bescheiden auftretende Olympiasiegerin zu, sei durchaus „spektakulär“ verlaufen. 14 Siege (Rekord) und drei weitere Podestplätze bei 21 Starts im Weltcup sprechen eine eindeutige Sprache. Sie könnte jetzt wilde Freudentänze aufführen, meinte Shiffrin mit einem Lächeln, „aber das will ja niemand sehen.“ Schon vor der gestrigen Absage des zweiten Super-G wegen der nach starken Schneefällen zu weichen Piste war Shiffrin, die nicht nach Sotschi gereist war, der Hattrick sicher. Die zweimalige Olympiasiegerin liegt bei noch sechs ausstehenden Rennen uneinholbare 719 Punkte vor der zweitplatzierten Slowakin Petra Vlhova.

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