Ja, wir geben es zu. Natürlich war er in den Tagen hier in Tirol auch für uns ein ständiger Begleiter. Die Rede ist natürlich vom Medaillenspiegel. Am Anfang haben wir ihm noch eher verstohlene Blicke gewidmet. Es gibt Wichtigeres, so hat man immer wieder gehört bei dieser Weltmeisterschaft. Es gibt Wichtigeres als als dieses Gold, Silber oder Bronze. Nun ja, wir haben es ja auch geglaubt. Doch mit jedem Tag der verging, haben wir sehnsüchtiger zugeschaut. Norweger waren da. Man kann es verraten – ihre Lieblingsfarbe: Gold. Aber auch Österreicher, Schweden, Russen, Polen…. sogar Japaner haben sich unverhohlen im Glanz der Medaillen gesonnt. War ja auch zu herausfordernd an satten 12 Tagen Weltmeisterschaft in Seefeld. Bis, ja, bis wir ihm dann also auch verfallen sind. Wir haben einen günstigen Moment abgewartet, dann haben auch wir entschlossen zugeschlagen. Und haben uns, man will ja nicht unbescheiden sein, die Silbermedaille gesichert.
Die geduldige Putzfrau, die den mit dünnen KunststoffMedaillen beklebten Spiegel im Seefelder Pressezentrum, gerade säubern wollte, möge uns das bitte verzeihen. PATRICK REICHELT