Mönchengladbach – Vor einem Monat durfte Thomas Müller zuletzt von Beginn an für den FC Bayern ran. Damals, bei der 1:3-Pleite in Leverkusen, noch als Kapitän. Anschließend rasierte Trainer Niko Kovac den Raumdeuter, baute stattdessen auf James Rodriguez im offensiven Zentrum. Gegen Mönchengladbach stand Müller wieder in der Startelf und lieferte ab.
Beim 5:1-Schützenfest musste er zwar auf der wenig geliebten rechten Außenbahn ran, tauschte aber immer wieder Positionen mit seinen Offensiv-Kollegen James und Serge Gnabry. Bereits nach 34 Sekunden schickte er Robert Lewandowski mit einem feinen Pass auf die Reise, der Pole scheiterte aber freistehend an Gladbachs Keeper Yann Sommer. Die anschließende Ecke brachte die Münchner Führung durch Javi Martinez. In Minute elf jubelte Müller dann selbst, als er ein Zuspiel von Gnabry im zweiten Versuch zum 2:0 nutzte. Es war sein erster Treffer seit mehr als drei Monaten. . „Ich bin die letzten Male auch ganz ordentlich reingekommen, aber das war mehr als Verteidiger, weil wir in Führung lagen“, sagte der Torschütze nach Spielende über die vergangenen, für ihn nicht einfachen Wochen: „Natürlich will man sich immer präsentieren, dem Trainer und den Leuten da draußen zeigen, dass man in die Startelf gehört. Ich kenne die Mannschaft in- und auswendig und bin froh, dass es heute so gut geklappt hat.“
Fraglich ist nur, ob Kovac den 29-Jährigen jetzt wieder regelmäßig in der Startelf ranlässt. Denn der Einsatz in Gladbach war in erster Linie der Tatsache geschuldet, dass in Arjen Robben, Franck Ribéry, Kingsley Coman und Leon Goretzka die anderen Optionen für die Offensive ausfielen. Mit Leistungen wie am Samstag verbessert Müller allerdings die Chancen auf mehr Spielzeit in den kommenden Partien.. jau