Schabernack

von Redaktion

Unterhaching/Innsbruck – Nach der reifen Leistung ließen die Alpenvolleys Haching ihrer kindlichen Freude freien Lauf. Mittelblocker Matthew Pollock durfte gar ungestraft die stattliche Mähne seines Managers Hannes Kronthaler verwurschteln. Angesichts des 3:2 (25:15, 18:25, 20:25, 25:16, 15:13)-Erfolgs beim deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen war eben jeder Schabernack erlaubt. „Jetzt haben wir es selber in der Hand, Erster zu werden“, freute sich Kronthaler über die Verteidigung der Tabellenspitze in der Volleyball-Bundesliga und die damit verbundene Aussicht, von der besten Ausgangsposition in die Playoffs zu starten.

Vor 2300 Zuschauern waren die Alpenvolleys furios gestartet. „Im ersten Satz haben wir sieben Asse geschlagen, das ist auch nicht normal“, erklärte Kronthaler das deutliche 25:15. Danach schienen die Hausherren mit zwei klar gewonnenen Durchgängen einem souveränen Sieg entgegenzusteuern, übertrieben es dabei aber womöglich mit der Machtdemonstration, wie Kronthaler fand: „Nach dem dritten Satz haben die ihre Späße gemacht. Wichtig war, dass sich unsere Mannschaft nichts hat gefallen lassen, aggressiv zurückgekommen ist und Friedrichshafen die Schneid abgekauft hat.“

Im vierten Abschnitt ließen die Alpenvolleys den Häflern keinen Stich, der Tie Break brachte ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Ersatz-Zuspieler Daniel Koncal mit dem ersten Matchball per Ass für die Gäste entschied. Drei Partien trennen die Volleyball-Grenzgänger nun noch von der idealen Startposition für die Playoffs. Am Samstag (18 Uhr) in Innsbruck wollen sie sich gegen den Sechsten aus Frankfurt zudem für die 0:3-Hinspielpleite rehabilitieren. UMBERTO SAVIGNANO

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