Wilhelm hofft auf sauberes Biathlon

von Redaktion

Olympiasiegerin fordert vor WM rasche Aufarbeitung des Seefelder Dopingskandals

Östersund – Nach der Doping-Razzia bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld hat es offenbar auch Anzeichen für ähnliche Aktionen bei der am Donnerstag in Östersund beginnenden Biathlon-WM gegeben. „Es gab in Seefeld verschiedene Spekulationen, dass in Östersund eine weitere Aktion geplant sein soll. Aber es gibt keinerlei konkrete Hinweise oder Informationen dazu“, sagte Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und ergänzte: „Ob also nun im Zusammenhang mit den Erkenntnissen von Erfurt die Ermittlungsbehörden erneut eingreifen, wird sich zeigen – aber ich wage das zu bezweifeln.“

Vor dem Hintergrund des aktuellen Dopingskandals erklärte Biathlon-Olympiasiegerin Kati Wilhelm unterdessen: „Ich hoffe nicht, dass Biathlon betroffen ist. Aber natürlich muss jetzt erstmal das gefundene Material weiter gesichtet werden.“

An systematisches Doping in Deutschland glaubt die 42-jährige Thüringerin nicht. „Ich glaube, wenn in Deutschland jemand dopt, sind es Einzelfälle. Dann ist das eine Sache, wo der Sportler für sich diesen Schritt geht, weil er keine andere Möglichkeit sieht und um jeden Preis den Erfolg sucht.“ Um auszuschließen, dass deutsche Athleten in die neuesten Fälle verwickelt sein könnten, sei eine schnelle Aufarbeitung nötig. „Deshalb hoffe ich, dass die Untersuchungen schnell voranschreiten, um darüber auch Gewissheit zu bekommen.“  sid

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