Belastungsprobe für das blaue Bollwerk

von Redaktion

TSV 1860 in Wehen: Gegen den besten Angriff der 3. Liga sind die Löwen schwer gefordert

VON LUDWIG KRAMMER

München – Nach unten schauen, oder doch noch mit einem Auge nach oben? Spätestens mit dem 1:2 gegen Rostock hat sich diese Frage für den TSV 1860 erledigt. Elf Punkte beträgt der Rückstand der Sechziger auf Relegationsplatz drei bei noch zwölf ausstehenden Spielen, sieben Zähler sind es bis zum Abgrund. „Wir wissen, dass es bis zum letzten Spieltag gehen kann“, sagt Sturm-Routinier Sascha Mölders. „Wenn’s eher ist, freuen wir uns natürlich.“  Beim SV Wehen-Wiesbaden am heutigen Samstag (14 Uhr) und im Derby gegen die SpVgg Unterhaching am Dienstag (19 Uhr) haben die Löwen die Chance, zu beweisen, dass sie nicht nur gegen Teams aus den unteren Tabellenregionen gewinnen können. Sowohl die Hessen als auch die Hachinger spielen noch um den Aufstieg mit, mit 48 und 45 Treffern stellen sie dazu die torgefährlichsten Mannschaften der Liga. Umso mehr wird es für die Sechziger darauf ankommen, dass die Defensive ihrem Namen gerecht wird.

Während Aalen und Cottbus die Unsicherheiten der blauen Hintermannschaft nicht auszunutzen wussten, schlug Rostock zweimal eiskalt zu. „Wir hätten beide Gegentore besser verteidigen können“, sagt Trainer Daniel Bierofka. Ein „zu Null“ bekam seine Mannschaft zuletzt am 8. Dezember vergangenen Jahres hin: das torlose Remis bei Fortuna Köln. Seitdem gab es in acht Spielen zehn Gegentore.  Wie die Viererkette aussehen wird, darüber hüllte sich Bierofka am Freitag noch in Schweigen. Nach dem Ausfall von Jan Mauersberger (Muskelfaserriss im Oberschenkel) sind mit Phillipp Steinhart und den Innenverteidigern Simon Lorenz und Felix Weber drei Positionen besetz Was den Rechtsverteidiger angeht, hat der Coach die Wahl zwischen Herbert Paul, Eric Weeger und Aaron Berzel.   Von beiden Gastspielen in der Brita-Arena brachten die Löwen in der Zweiten Bundesliga einen Punkt mit nach Giesing, die bislang einzige Niederlage gegen Wehen-Wiesbaden gab es 2018 im Hinspiel (1:2). Nicklas Shipnoski, zur Pause eingewechselt, drehte die Führung von Herbert Paul ins Endergebnis. „Uns hat vorne wie hinten die letzte Präsenz und Gier gefehlt“, bilanzierte Daniel Bierofka damals. Eine Analyse, die zum Leidwesen der Blauen längst chronisch geworden ist.

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