Leipzig – Das Abwehrbollwerk FC Augsburg sorgte für reichlich Frust bei RB Leipzig. Auch im vierten Versuch gelang der Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick in der vereinseigenen Red Bull Arena nicht der erste Sieg in diesem Jahr in der Fußball-Bundesliga. Das nerve, meinte Offensivmann Marcel Sabitzer nach dem 0:0 gegen den FCA – und stellte sogar die Auswahl des Personals durch Rangnick infrage gegen eine Mannschaft, die eine Woche zuvor mit derselben Spielweise Borussia Dortmund sogar geschlagen hatte. „Irgendwie fehlen uns ein bisschen die kreativen Momente vorne drin. Wenn man halt mal abzählt, waren nicht allzu viele Offensive auf dem Platz über lange Strecken“, meinte Sabitzer.
Leipzig kam jedenfalls mit der Spielweise der Augsburger so gar nicht zurecht. Für die Gäste, die im Kampf gegen den Abstieg als Tabellen-15. jeden Punkt gebrauchen können, war das Remis ein großer Erfolg. „Mit den ganzen Vorzeichen muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Das ist für uns ein Punktgewinn“, sagte Coach Manuel Baum, der auf viele wichtige Spieler verzichten musste und daher maximale Defensive ausrief mit einer Vierer- und davor noch einer Fünferkette. Schön war das nicht. „Wir kämpfen ums Überleben in der Liga, von daher muss man so spielen auswärts in Leipzig“, befand Abwehrspieler Rani Khedira.
Die Leipziger (nun 43 Punkte) verpassten es, den dritten Tabellenplatz zu festigen, selbst wenn sie nun schon seit sieben Ligaspielen ungeschlagen sind. Nach dem 0:1 gegen Dortmund, dem 0:0 gegen Frankfurt, dem 1:1 gegen Hoffenheim kam dieses 0:0 aber zu einem schlechten Zeitpunkt. „Wir haben zwei Punkte verloren. Wenn man unter die ersten Vier kommen will, muss man solche Spiele auch irgendwie gewinnen“, betonte Torwart Peter Gulacsi, der in den sehr seltenen Szenen Augsburger Offensivbemühungen seine Zuverlässigkeit bewies. dpa