Kalte Dusche für den Meister

von Redaktion

Der EHC München verliert im zweiten Viertelfinale klar in Berlin

Berlin – Sie hatten zum Playoff-Auftakt ja schon einen ersten Vorgeschmack bekommen. Spätestens seit gestern wissen es die Profis des EHC Red Bull München ganz genau: Der Weg ins Halbfinale wird kein leichter sein. 0:4 (0:2, 0:2, 0:0) verlor der EHC unerwartet deutlich bei den Eisbären Berlin. 1:1 also – aus „best of seven“ ist in diesem Viertelfinale ein „best of five“ geworden.

Dabei hatten die Dinge eigentlich gar nicht schlecht begonnen für die Münchner. Der Titelverteidiger startete mit Druck. Bis zur achten Minute, bis John Mitchell sich eine Strafe einhandelte. Berlin bedankte sich mit Sean Backmans Treffer zum 1:0. Die Unparteiischen schauten sich die Sache noch mal an – doch das Tor galt.

Und plötzlich zeigte sich: Die Eisbären hatten ihre Schlüsse aus der Auftaktniederlage in München gezogen. Gingen noch aggressiver, noch geradliniger zu Werk. Und hatten auch das nötige Glück. Austin Ortega schubste die Scheibe irgendwie auf Danny Aus den Birken im Münchner Tor – die rutschte dem Schlussmann über den Arm auf den Rücken und tropfte über die Linie – 2:0 (17.). Münchens Manager Christian Winkler fand‘s noch nicht beunruhigend: „Wenn wir von der Strafbank weg bleiben, dann bin ich guter Dinge.“

Blieben sie aber nicht. John Mitchell musste wieder raus (Stockschlag), Brandon Ranford packte Treffer Nummer drei drauf (26.). Und weil‘s so schön war, legte Backmann mit feinem Konter sein zweites Tor des Tages nach.

Da half nur noch die Flucht nach vorne und die Münchner griffen ja auch zunehmend wütender an. Doch das Team von Trainer Don Jackson schwächte sich durch Undiszipliniertheiten immer wieder selbst. Und wurde zum Opfer eines in Ausnahmeform spielenden Berliner Goalies Kevin Poulin.

Doch die Eisbären brachten den Sieg ins Ziel. Und nehmen frischen Mut in die nächste Aufgabe in dieser Serie mit. Die wartet dann am Sonntag (17 Uhr) wieder in München. FABIAN RIESE

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