96 und Doll verlieren das Spiel und die Nerven

von Redaktion

Augsburg – Thomas Doll störte sich am „Labern“ und „Sabbeln“ von Manuel Gräfe, der Schiedsrichter warf dem Trainer seinerseits „Arroganz“ vor. Der unterhaltsame Zweikampf überlagerte den nächsten Rückschlag von Hannover 96. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff beim 1:3 in Augsburg begann der Disput zwischen Coach und Referee auf dem Rasen und setzte sich in den Arena-Gängen lautstark fort. „Man kann mir ja alles vorwerfen, wenn wir keine Fußballspiele gewinnen. Aber dass ich arrogant bin . . . Ich lass’ mich nur nicht gerne fünf Minuten vollsabbeln“, meckerte Doll.

Während sich die Augsburger als Tabellen-14. und elf Punkten Vorsprung auf Hannover der größten Sorgen entledigten, rückt die 2. Liga für die Niedersachsen nach der sechsten Niederlage im siebten Spiel unter Doll immer näher. „Er kam an und hat gesagt, deinetwegen haben wir verloren, deinetwegen haben wir verloren“, schilderte Gräfe das Gezänk. Mit seinen Erklärungsversuchen traf er nicht Dolls Geschmack. „Er meinte, du laberst nur, du laberst nur, das fand ich despektierlich. Man kann ja wenigstens vernünftig miteinander reden.“

Doll störte sich am Freistoßpfiff vor dem 2:1 der Augsburger durch einen frechen Schuss von Jonathan Schmid. Dazu passte dem Trainer die Auslegung einer Vorteilsregel nicht. Gräfes Vortrag fand er sowieso misslungen. „Da ist ein Trainer, der mit seinem Team um die Liga fightet. Sich dann so gockelig hinzustellen und mich dann der Arroganz zu beschimpfen . . .“ Einen Eintrag von Gräfe in den Spielbericht gab es nicht. Schließlich habe es ja keine Beleidigungen gegeben.  dpa

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