STIMMEN

„Felix, du wirst im Weltcup-Zirkus fehlen!“

von Redaktion

Alfons Hörmann (DOSB-Präsident): „Felix Neureuther hat in den vergangenen 15 Jahren den alpinen Skisport in Deutschland, aber auch international, ganz entscheidend mitgeprägt. Er hat nicht nur leistungssportlich große Höhen erreicht, sondern auch zahlreiche verletzungsbedingte Rückschläge mit großer Willensstärke gemeistert. Mit ihm geht Sportdeutschland eines der prägenden Gesichter als Athlet verloren, aber es bleibt zu hoffen, dass wir ihn in anderer Funktion weiter an der Seite des Sports haben werden.“

Marcel Hirscher (achtmaliger Gesamtweltcupsieger): „Felix ist unglaublich talentiert, aber was mich immer fasziniert hat, ist die menschliche Seite. Er hat mir immer geholfen, stand mit Rat und Tat zur Seite – auch, als wir große Konkurrenten waren. Er ist ein beeindruckend feiner Kerl.“

Maria Höfl-Riesch „Felix und ich sind fast wie Geschwister, miteinander aufgewachsen, gleich alt. Die Ankündigung seines Karriereendes war keine allzugroße Überraschung, aber es ist natürlich schon traurig. Es wird nun ganz sicher ein Riesen-Druck von Felix abfallen, und er wird die nächsten Wochen ohne diesen Druck bei der Familie verbringen können. Das ist sicher eine große Erleichterung. Es wird aber sicher auch der eine oder andere Moment kommen, wo er den Skisport vermissen wird. Aber er wird es sicher nicht bereuen.“

Christian Neureuther (Vater und früherer Skirennläufer): „Das Schönste für Eltern ist, erleben zu dürfen, dass man einen Sohn hat, der als Mensch geliebt wird. Felix wird und wurde nicht an seinen Medaillen gemessen, sondern an seinem Charakter. Er hat die Menschen dort erreicht, wo es nicht um Hundertstel geht. Ob er Siebter, Achter oder Elfter geworden ist, war gestern völlig egal. Die Österreicher haben ihm fast den ganzen Slalom gewidmet. Diese Zuneigung zu sehen, das hat auch uns bewegt.“

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