München – Am Ende war es doch noch mal spannend. Nach einer 3:0-Führung rettete der FC Bayern II gestern Mittag mit letzter Kraft noch einen 3:2-Heimerfolg über den VfR Garching über die Ziellinie. Der Fünf-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze auf den VfB Eichstätt hat dadurch weiter Bestand, Nach dem Schlusspfiff aber überwog bei Trainer Holger Seitz vor allem die Erleichterung. Nachdem seine Mannschaft am Mittwoch 120 Minuten beim „Premier League International Cup“ im Einsatz gewesen war, ging ihr nach Jannik Rochelts Treffer zum 3:0 (53.) „die Spannung verloren“, wie der 44-jährige Bayern-Coach monierte.
Auch der Ausflug unter der Woche nach England hatte sich ja gelohnt. Durch einen 5:4-Erfolg i.E. über Leicester City erreichten die Bayern das Halbfinale dieses Nachwuchswettbewerbs.
„Natürlich sind uns die 120 Minuten noch in den Knochen gesteckt“, räumte auch Torjäger Kwasi Okyere Wriedt ein, „das darf aber keine Ausrede sein“. Mit zwei Distanzschüssen (40., 43.) hatte der 24-Jährige der U23 des Rekordmeisters eine 2:0-Halbzeitführung beschert. Nach Rochelts Treffer zum 3:0 jedoch legten die Gäste endgültig ihre Scheu ab und kamen durch den beim FC Bayern ausgebildeten Zugang Valentin Micheli (56.) und Dennis Niebauer (61.) auf 2:3 heran. Nachdem der Bayern-Nachwuchs die Führung über die Zeit gebracht hatte, haderte VfR-Coach Daniel Weber: „Es fühlt sich an, als ob wir eine Chance vertan hätten“. MATTHIAS HORNER