Hamburg – Was ist bloß los mit Fiete Arp? Der schon als Fußball-Wunderknabe gefeierte Jungstar ist beim Hamburger SV in der Versenkung verschwunden. Kein einziges Tor steht für den 19-Jährigen, der schon einen Vertrag beim FC Bayern hat, in dieser Zweitliga-Saison zu Buche. Mehr noch: Der letzte Punktspieltreffer gelang dem Mittelstürmer am 4. November 2017. Zuletzt knöpfte sich sogar der als Talente-Förderer bekannte HSV-Trainer Hannes Wolf seinen Jungstar vor. „Einfach wieder besser trainieren“, forderte er
Was war passiert? Die bei der 2:3-Heimpleite gegen Darmstadt 98 am Samstag gar nicht oder wie Arp nur kurz zum Zuge gekommenen Edelreservisten hatten am Tag danach ein clubinternes Testspiel gegen die U 21 0:1 verloren – und die Leistung von Arp erzürnte Wolf,
Bisher hatten die HSV-Verantwortlichen ihr Eigengewächs stets geschützt. Auch, als der Riesenhype um den damals 17-Jährigen nach ersten guten Spielen und zwei schönen Toren begann. In den deutschen U-Auswahlteams traf Arp nach Belieben. In der 1. Liga verschaffte er sich schnell Respekt. Doch dann folgten Abiturstress und der letztlich erfolglose Kampf gegen den Abstieg mit dem HSV. „Die vergangenen zwölf Monate waren intensiv wie 25 Jahre“, gab Arp im Sommer 2018 zu. Ihm seien Dinge widerfahren, „die andere Menschen in 35 Jahren nicht erleben“. Monate später musste auch noch Arps Mentor Christian Titz als HSV-Trainer gehen. Seitdem steckt Arp tief im Tief. dpa