Unterhaching – Bei der SpVgg Unterhaching ist es offensichtlich, wo die sportlichen Probleme liegen. In den acht Drittliga-Partien nach der Winterpause kam das Team von Trainer Claus Schromm nur auf drei Treffer. Die Aussicht auf eine Verbesserung dieser mageren Quote hat sich jetzt auch noch dramatisch verschlechtert: So wird Torjäger Stephan Hain, 30, bis zum Saisonende ausfallen.
Bei der Nullnummer gegen Großaspach hatte sich der frühere 1860-Profi bei einem Foulspiel am rechten Knöchel verletzt. Im ersten Augenblick sah es nach einer schweren Prellung aus. Doch in den Tagen nach dem Spiel klagte der Angreifer über starke Schmerzen. Nach einer MRT-Untersuchung stand fest, dass sich Hain das Syndesmoseband gerissen hat und eine Operation nicht zu vermeiden ist. „Das ist natürlich bitter für uns. Wir wünschen ihm schnelle Genesung. Ich glaube, er würde sich nach der Operation vom Dienstag besonders freuen, wenn wir am Mittwoch das Nachholspiel gegen Cottbus gewinnen könnten“, erklärte der Hachinger Trainer.
Nur vier Punkte hat die Spielvereinigung im neuen Jahr angesammelt, der Abstand zur gefährdeten Zone wirkt komfortabel, hat sich aber sukzessive verringert. „Leider haben wir jetzt ein kleines Lazarett mit einem halben Dutzend verletzten Spielern. Wir müssen aus der Situation das Beste machen. Das ist schwierig, denn in den vielen Englischen Wochen konnten wir nur regenerieren, spielen und dann wieder regenerieren“, sagte Schromm, der nach dem Aus für Hain auf Stefan Schimmer setzen dürfte.
Wenigstens ist die Sperre von Alexander Winkler aus dem Derby beim TSV 1860 abgelaufen, die Alternativen im Abwehrverbund sind damit etwas größer. Das Duell gegen die Cottbuser mit ihrem heißblütigen Trainer Claus-Peter Wollitz hat einen besonderen Reiz, denn in der Vorrunde überschlugen sich in der Lausitz die Ereignisse. „Wir haben bis zur 86. Minute mit 2:0 geführt, dann kamen die Gastgeber in der langen Nachspielzeit zum Anschlusstreffer und sogar noch zum Ausgleich“, erinnert sich Schromm, der wegen eines angeblichen Flaschenwurfes von der Trainerbank auf die Tribüne musste.
„Jetzt sind die Cottbuser ganz gut in der Spur. Wir sind gewarnt und hoffen natürlich auf einen Heimsieg, denn am Samstag geht es schon mit dem Auswärtsspiel in Münster weiter“, betont Schromm vor der Partie an diesem Mittwoch (19 Uhr), bei der Schüler, Studenten und Azubis freien Eintritt haben. KLAUS KIRSCHNER