Ex-Assistent als Nachfolger

von Redaktion

Schreuder beerbt bei der TSG Hoffenheim den im Sommer scheidenden Nagelsmann

Sinsheim – Der neue Trainer bei der TSG 1899 Hoffenheim wird ein alter Bekannter – und ehemaliger Assistent von Julian Nagelsmann: Der 46 Jahre alte Niederländer Alfred Schreuder tritt im Sommer die Nachfolge des 31-Jährigen beim nordbadischen Fußball-Bundesligisten an. Nagelsmann übergibt bei seinem längst angekündigten Wechsel zu RB Leipzig den Stab an den derzeitigen Assistenten von Ajax Amsterdam, der mit dem niederländischen Traditionsclub zuletzte Real Madrid aus der Champions League warf. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe in Hoffenheim und weiß um die große Herausforderung, aber genau darin liegt für mich ein besonderer Reiz“, erklärte Schreuder in einer Vereinsmitteilung: „Natürlich wird es hilfreich sein, dass ich die Strukturen des Clubs ebenso kenne wie alle handelnden Personen.“

Bei der TSG Hoffenheim arbeitete er von Oktober 2015 bis Januar 2018 als Nagelsmanns Nebenmann und war maßgeblich an dessen steiler Karriere beteiligt. Schreuder war damals ein hervorragendes Verhältnis zur Mannschaft nachgesagt worden. Für die Fans war er auch der Co-Trainer, der – egal bei welchem Wetter – in kurzen Hosen auf der Bank saß. Der Ex-Profi tritt sein neues Amt am 1. Juli an und erhält einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2022.

„Alfred kennt unsere Strukturen und den Großteil des Teams, außerdem hat er durch seine hervorragende Expertise sowie eine strategische, klare und kommunikative Art maßgeblich zum Erfolg der vergangenen Jahre beigetragen“, sagte Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen.

Nicht zustande kam der Wechsel von Marco Rose von RB Salzburg, der lange als heißester Kandidat für den Chefposten galt. Manager Rosen hatte bereits vor Monaten angekündigt, dass die TSG „in diesem Winter“ den Nachfolger von Nagelsmann bekanntgeben werde – das hat er gerade noch so geschafft. Der Niederländer machte einst als Profi 338 Spiele in der Ehrendivision. Unter Chefcoach Erik ten Hag und seinem Mitstreiter Schreuder hatte Amsterdam zuletzt in der Champions League mit einem triumphalen 4:1-Rückspielsieg bei Real Madrid den Titelverteidiger rausgeworfen. „Ich habe mit Julian immer noch viel Kontakt, ein super Verhältnis. Wir versuchen, bei Ajax viele Einheiten so zu gestalten, wie sie Julian macht“, erklärte Schreuder kürzlich in der „Bild“. „Ich habe unfassbar viel von Julian mitgenommen.“  dpa

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