Der nächste Wurf für die Basketball-Ewigkeit war natürlich jener, den er schon so oft getroffen hat. In der Nacht auf Dienstag, die Dallas Mavericks spielten in der nordamerikanischen NBA gegen die New Orleans Pelicans, waren noch nicht einmal vier Minuten gespielt, da bekam Dirk Nowitzki, 40, den Ball. Der Pelicans-Profi Kenrich Williams, zwölf Zentimeter kleiner als Nowitzki, verteidigte ihn. Also wählte der Würzburger seinen Lieblingswurf, den Fadeaway-Jumper: Er ließ sich leicht nach hinten fallen – und warf einfach über Williams hinweg. Der Ball flutschte durch den Ring, die Fans in der Arena in Dallas grölten, seine Mitspieler feierten. Denn mit diesem Treffer überholte Nowitzki in der ewigen Punkte-Bestenliste der NBA den legendären Wilt Chamberlain, der einst 100 Punkte in einem Spiel erzielte. Nowitzki, der gerade seine 20. NBA-Saison spielt, steht nun bei 31 424 Punkten. In der Geschichte der Liga sind nur fünf Spieler besser: Michael Jordan (32 292), LeBron James (32 439; noch aktiv), Kobe Bryant (33 643), Karl Malone (36 928 Punkte) und natürlich Kareem Abdul-Jabbar (38 387). „Jedes Mal, wenn du einen dieser legendären Spieler dort oben überholst, ist es unglaublich“, sagte Nowitzki nach dem Spiel. „Es fühlt sich oft unwirklich an, gemeinsam mit diesen Namen dort oben zu stehen.“ Das Spiel gegen New Orleans haben Nowitzki und seine Mavericks allerdings in der Verlängerung verloren (125:129). Die Playoffs werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit erneut verpassen. foto: reuters: