Leichtathletik
Eine Chat-Nachricht von Wolfgang Heinig, Heimtrainer von Lauf-Star Gesa Krause, bei der EM im August in Berlin hat den Deutschen Leichtathletik-Verband auf den Plan gerufen. Mit seiner Frage nach Dopingkontrollen sorgte Heinig für Unverständnis und Unruhe in der Sportler-Szene. „Wir nehmen die Irritationen ernst und werden im Bereich der Aufklärung und Schulung weiter intensiv mit dem Betreuerstab arbeiten“, sagt Idriss Gonschinska, Generaldirektor Sport im DLV. Heinig bestätigte, die Kurznachricht verfasst zu haben. „Allgemeine Frage: dürfen am Wettkampftag, Dopingkontrollen durchgeführt werden?“, fragte er in der Chatgruppe EM Lauf/Gehen. Der 68 Jahre alte Heinig zählt als ehemaliger Bundestrainer zu den erfahrensten Trainern im Ausdauerbereich. Seine Athletin Krause war 2015 WM-Dritte und gewann 2018 EM-Gold über 3000 Meter Hindernis. „Die Frage nach möglichen Dopingkontrollen entstand aus rein organisatorischen Gründen. Gesa hatte mich gebeten, hier nachzufragen“, erklärt nun Heinig. Die Ablaufplanung sei wichtiger Bestand der Vorbereitung. Der DLV reagierte angesichts der Chat-Nachrichten prompt. Heinig und Lauf-Bundestrainer Thomas Dreißigacker seien um Aufklärung gebeten worden.