Am Sonntag könnte Party sein

von Redaktion

München nach 5:2 in Berlin vor Halbfinaleinzug – doch es gibt eine ungute Erinnerung an 2018

VON GÜNTER KLEIN

Berlin/München – Es sieht gut aus für den EHC München in den Playoffs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). In der Viertelfinalserie gegen die Eisbären Berlin ist er durch einen 5:2 (2:0, 2:0, 1:2)-Auswärtssieg mit 3:1 in Führung gegangen. Am Sonntag (17 Uhr) kann der Meister die Best-of-Seven-Sache mit dem vierten Erfolg abschließen. Allerdings wird der EHC auch gewarnt sein: Im Vorjahr stand er gegen die Eisbären im Finale, erfreute sich eines 3:1-Vorsprungs und bereitete in der eigenen Halle die große Party vor. Die die Berliner crashten. Am Ende ging die Serie über die volle Distanz. Trainer Don Jackson wird sicher an 2018 erinnern.

Das vierte Viertelfinale am Freitagabend erweckte aber schon den Eindruck, als hätten die Münchner es geschafft, die Eisbären zu entnerven. Nach dem zweiten Drittel trat Berlins Stürmer Martin Buchwieser, beim EHC mal der Publikumsliebling, ans Mikrofon von Magentasport und fasste seine Ratlosigkeit in Worte: „Wir haben unsere Chancen und treffen nicht – und die machen die Dinger rein.“

Das erste nach 28 Sekunden. 1:0 für die Münchner durch Justin Shugg, der jetzt in den Playoffs wieder in einer Reihe mit John Mitchell und Trevor Parkes gelandet ist, einer Reihe, die in der Frühphase der Saison die Gegner aufmischte, dann durch Verletzungen aber lange getrennt wurde. Wiedervereinigung auch im zweiten Sturm. Maxi Kastner, ein paar Wochen mit Bänderriss im Sprunggelenk Zuschauer gewesen, nahm seinen angestammten Platz neben Mark Voakes und Frank Mauer ein. Bei seinem Comeback war Kastner mit einem Assist zu Frank Mauers 3:0 (34.) dabei. Ein Tor, das in eine starke Phase der Eisbären fiel. Kurz zuvor war Marcel Noebels an Münchens Tormann Danny Aus den Birken gescheitert. Beim EHC hatten jedoch sogar die Verteidiger den „scoring touch“. Daryl Boyle ermöglichte einen 2:0-Vorsprung zur ersten Pause, Derek Joslin traf 17 Sekunden vor der zweiten Sirene zum 4:0. Wieder mit dabei war Yannic Seidenberg, der im dritten Spiel von der Liga wegen eines zu massiven Checks im zweiten gesperrt gewesen war. „Wir müssen schauen, dass wir kühlen Kopf bewahren“, appellierte er an die Mannschaft und an sich selbst. Obwohl da gerade auf dem Eis, hielt er sich heraus, als in der 27. Minute geboxt und gerauft wurde – mit Patrick Hager und Keith Aulie für den EHC im Ring.

Es lief alles für den EHC, sodass Don Jackson den Schongang einlegen konnte, zumal Yasin Ehliz noch das 5:0 drauf (50.). Berlin traf .). Berlin traf noch zweimal (Sheppard/52., Rankel/59.) – ein Mini-Mutmacher für Sonntag. In den Playoffs zählt auch so etwas.

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