IN KÜRZE

Herrschings Derby

von Redaktion

Biathlon

Die deutschen Biathleten um Ex-Weltmeister Benedikt Doll haben beim Rekordsieg des Norwegers Johannes Thingnes Bö den Sprung aufs Podest verpasst. Im Sprint über 10 km beim Weltcup-Finale in Oslo feierte Einzel-Olympiasieger Bö seinen 14. Sieg des Winters und stellte die Bestmarke des Franzosen Martin Fourcade aus der Saison 2016/17 ein. Bester Deutscher war Doll (Breitnau) nach zwei Strafrunden auf Rang sechs. Bei seinem 35. Karrieresieg triumphierte Bö, der bei der WM in Östersund insgesamt vier Goldmedaillen gewonnen hatte, vor dem Italiener Lukas Hofer (0 Strafrunden/31,7 Sekunden zurück) und Quentin Fillon Maillet (0/35,0).

Skispringen

Noch ist die Zukunft des scheidenden Bundestrainers Werner Schuster offiziell ungeklärt. Sicher ist nun allerdings: Ans österreichische Skigymnasium Stams wird der 49-Jährige nicht zurückkehren, wie er der Tiroler Tageszeitung verriet. Damit steigen natürlich auch die Aktien des Deutschen Skiverbandes, der Schuster gerne im Boot halten würde. Zuletzt wurde auch über ein Engagement als Individualtrainer für den schwächelnden Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer spekuliert.

Ski alpin

Linus Straßer (München) und Patrizia Dorsch (Schellenberg) haben sich bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in Garmisch-Partenkirchen die Titel in der Super-Kombination gesichert. Der WM-Fünfte Straßer wurde seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich in 1:50,87 Minuten knapp vor Anton Tremmel (Rottach-Egern/+0,24 Sekunden) durch. Dorsch, die am Donnerstag im Super-G triumphiert hatte, feierte ihren zweiten DM-Titel, die 25-Jährige war 1,17 Sekunden schneller als Carolin Lippert (Gaissach) und Kira Weidle (Starnberg/+1,26).

Volleyball

Rein sportlich ist das abschließende Hauptrunden-Spiel der WWK Volleys Herrsching am Samstag, 19 Uhr, beim TV Rottenburg bedeutungslos. Dennoch wird es ein besonderes Südderby werden. Nach 17 Jahren beendet Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger sein Engagement beim TV Rottenburg. Der extrovertierte Schwabe bekommt trotz des seit drei Wochen feststehenden sportlichen Abstiegs einen gebührenden Abschied. „Er ist eine außergewöhnliche Erscheinung, sehr erfrischend“, sagte Herrschings Trainer Max Hauser über seinen Rottenburger Kollegen. Dennoch habe Hauser „kein schlechtes Gewissen“, wenn er mit seiner Mannschaft den Partycrasher in der „roten Hölle“ (so wird die Tübinger Paul-Horn-Arena genannt), gibt. Schließlich geht es für die Herrschinger noch um die Verteidigung des siebten Tabellenplatzes. Zudem „wollen wir mit einem guten Gefühl in die Play offs starten.“ Personell kann er aus dem Vollen schöpfen. DIRK SCHIFFNER

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