Grindel – „der Donald Trump des deutschen Fußballs“

von Redaktion

Am Sonntag vor einer Woche war DFB-Präsident Reinhard Grindel in der BR-Sendung „Blickpunkt Sport“ zu Gast, die Redaktion hatte die Zuschauer vorab aufgefordert, über die sozialen Medien unter #fragGrindel zu formulieren, was man vom Studiogast gerne wissen wollen würde. Die Aktion ging nach hinten los, die Fragen gerieten so bissig, dass der Sender auf seiner Website schrieb: „Liebe Fans von BR Sport. Unsere Seite soll kein Forum für Beleidigungen werden. Bitte beachtet die Netiquette des BR.“

Kritisch befragt wurde Grindel in der Sendung nicht, der DFB-Präsident konnte in gütiger Diktion darlegen, dass er in bestem Einvernehmen mit Bundestrainer Joachim Löw stehe und die zwangsverabschiedeten Nationalspieler Hummels, Müller und Boateng gewiss noch einen schönen Ausstand bekommen würden. Weil Abschiedsspiele aber längst abgeschafft wurden, bekam Grindel in der folgenden DFB-Präsidiumssitzung von den Kollegen einen Rüffel.

Und die Kritik prasselt auch von außen weiter auf ihn herab. Lothar Matthäus wirft Grindel vor, sich „wichtiger zu finden als das Große und Ganze“. Im Sport1-„Doppelpass“ meinte Ex-DFB-Pressesprecher Harald Stenger: „Grindel bringt die Fettnäpfchen noch mit, in die er dann tritt. Er ist ein Populist par excellence, der Donald Trump des deutschen Fußballs.“

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