Hachings Talfahrt geht weiter

von Redaktion

Ersatzgeschwächte Spielvereinigung verliert auch in Münster rutscht in der Tabelle auf Platz elf ab

Münster – Die Talfahrt der SpVgg Unterhaching geht weiter. Das Team von Claus Schromm verlor bei Preußen Münster mit 0:3, ist jetzt schon seit 523 Minuten ohne eigenen Torerfolg und rutscht in der Tabelle auf Platz elf ab. „Für uns kommt es knüppeldick. Wir hatten in den letzten 25 Werktagen sieben Spiele. Über die Personalsituation wollen wir erst gar nicht groß reden. Es passt gerade alles ins Bild“, sagte der Coach, der am Samstag acht Stammkräfte ersetzen musste und den Kader mit Juniorenspielern auffüllte.

Die Hachinger hatten sich viel vorgenommen, wollten den Laden dichtmachen – doch das klappte nur bis zur 7. Minute. Nach einer Ecke traf Rene Klingenburg zum 1:0 für die Gastgeber. Erst nach 20 Minuten fanden die Hachinger besser ins Spiel und kamen zu Chancen. Stefan Schimmer (23.), Finn Porath (26.) und Sascha Bigalke (30.) hatten Möglichkeiten zum Ausgleich. „Es hat eigentlich gut ausgesehen. Aber wenn es um das Kerngeschäft geht, nämlich den Ball über die Linie zu bekommen und in der Defensive alles rauszuhauen, treffen wir leider die falschen Entscheidungen“, haderte Schromm.

Im zweiten Durchgang vergaben Max Dombrowka (47.) und Orestis Kiomourtzoglou (56.) beste Möglichkeiten, danach rückte Keeper Lukas Königshofer in den Blickpunkt und bewahrte sein Team zweimal vor einem höheren Rückstand. Gegen die Treffer von Philipp Hoffmann (82.) und Simon Schreder (88.) war der 30 Jahre alte Österreicher aber machtlos.

In der Schlussphase wirkte die Spielvereinigung nach dem Mammutprogramm der letzten Wochen überfordert und schien mit den Kräften am Ende. „Ich möchte die Mannschaft aber in Schutz nehmen. Jeder, der eine solche Phase durchlebt hat, der weiß, wie man sich da fühlt“, tröstete Schromm die frustrierten Verlierer. Regisseur Sascha Bigalke wirkte nach der erneuten Pleite niedergeschlagen: „Der Spielverlauf war wieder einmal sehr unglücklich für uns. Wir müssen in den nächsten Spielen mal selbst in Führung gehen, um zu gewinnen.“

Abwehrspieler Markus Schwabl blickte lieber nach vorne: „Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass wir als Team aus der schwierigen Phase herauskommen. Nach der hohen Belastung haben wir endlich mal eine normale Trainingswoche. Das wird uns guttun. Wir wollen am Samstag im Heimspiel gegen Halle endlich einen Sieg holen.“ KLAUS KIRSCHNER

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