FUSSBALL IN KÜRZE

Petersens Vater kämpft gegen Sperre

von Redaktion

Die SpVgg Unterhaching hat den Vertrag mit Michael Gurski um zwei weitere Jahre verlängert. Bei Ablauf des Deals wäre der Torhüter 42 Jahre alt. Schon jetzt ist der gebürtige Tübinger der älteste Spieler aller 18 Drittliga-Clubs. „Mit seiner Erfahrung bringt er die jüngeren Torwartkollegen sowie Spieler in Ihrer Entwicklung voran. Er ist ein Vollprofi, will jedes Trainingsspiel gewinnen. Seine Mentalität dient uns als Vorbild“, sagte Unterhachings Trainer Claus Schromm. Gurski, der in der Jugend der Stuttgarter Kickers und des SSV Reutlingen ausgebildet wurde, spielte bereits von 2001 bis 2004 in Unterhaching und stand damals in elf Pflichtspielen zwischen den Pfosten. Im vergangenen Sommer wechselte er vom Regionalligist Eichstätt erneut zur Spielvereinigung. Als Nummer drei soll er den Torhütern Lukas Königshofer und dem 21 Jahre jüngeren Nico Mantl seine Erfahrung weitergeben – und nur im Notfall einzuspringen.

Der angeschlagene Drittligist 1. FC Kaiserslautern kämpft mit einer neuen Strategie ums finanzielle Überleben. Eine neue Fan-Anleihe und ein Crowdlending-Modell – eine internetbasierte Kreditvermittlung – sollen die Lizenz für die Saison 2019/2020 sichern und eine Insolvenz abwenden. Mit dem neuen Wertpapier soll die im Sommer fällige Fan-Anleihe aus dem Jahr 2013 in Höhe von 6,7 Millionen Euro zurückgezahlt werden. Auch dank Schuldscheinen von institutionellen Anlegern sei der Lizenzspieler-Etat der kommenden Saison in Höhe von rund 5 Millionen Euro gewährleistet, teilte der Traditionsclub am Mittwoch mit. „Wir borgen uns damit Zeit. Das Einsammeln von Eigenkapital steht weiter über allem. Nur über die Gewinnung von Investoren kann der Verein nachhaltig überleben“, sagte Geschäftsführer Martin Bader. Durch die Aufnahme von Fremdkapital steigen Kaiserslauterns Verbindlichkeiten auf mehr als 20 Millionen Euro.

Der ehemalige Trainer Andreas Petersen kämpft weiter gegen seine Einjahressperre wegen des Vorwurfs der Spielmanipulation. „Wir haben Berufung eingelegt, weil wir das Urteil für grundlegend falsch halten. Herr Petersen hat sich vielleicht nicht immer geschickt verhalten, aber er hat nicht manipuliert“, sagte Petersens Anwalt Horst Kletke gestern. Das Sportgericht des NOFV hatte Petersen vor zwei Wochen zu einer zwölfmonatigen Sperre und einer Geldzahlung in Höhe von 6000 Euro verurteilt. Für die NOFV-Juristen stand fest, dass der Vater von Nils Petersen vor dem Meisterschaftsspiel der Regionalliga zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem VfB Germania Halberstadt (3:1) am 30. November Einfluss auf das Ergebnis nehmen wollte. Der damalige Sportdirektor von Halberstadt habe telefonisch zwei ihm bekannte Babelsberger Spieler angesprochen und diesen Geldzahlungen in Aussicht gestellt, wenn sie schlecht spielen würden. Petersen bestreitet den Vorwurf.

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