München – „Jetzt bin ich 30 Jahre im Geschäft, aber sowas ist mir noch nie passiert.“ Mladen Steko ist außer sich vor Wut. Heute Abend (19.30 Uhr, Mixed Munich Arts, Katharina-von-Bora-Str. 8a) sollte es im Rahmen von „Steko’s Fight Club“ im Hauptkampf zum mit Spannung erwarteten Kickbox-Duell der beiden Schwergewichtler Michael Smolik und Vladimir Tok um die WKU-Weltmeisterschaft kommen. Doch dieser Kampf ist nun geplatzt. Grund: Tok ist spurlos verschwunden. Smolik wird aber dennoch in den Ring steigen. Mit WPKA-Weltmeister Mihal Janacek wurde kurzfristig ein mehr als gleichwertiger Ersatz aufgetrieben.
Vladimir Tok hatte Michael Smolik bereits vor zwei Jahren herausgefordert. Nun sollte er seine Chance bekommen. Am Montag beim Pressetraining hatte der in Oberhausen lebende Deutsch-Russe noch gelästert, Smolik habe bislang „fast nur gegen Opfer geboxt“ und ihm prophezeit, ihn k.o. zu schlagen. Doch seitdem ist er laut Mladen Steko „nicht mehr erreichbar, nicht mal sein Trainer kommt an ihn ran“. Für Smoliks Trainer ist klar: „Tok kneift.“
Kurzfristig konnte aber ein Ersatzgegner verpflichtet werden, der alles andere als zweite Wahl ist: WPKA-Champion Mihal Janacek. „Mit seinen 1,96 Metern und 110 Kilo ist er ein richtiger Koloss“, sagt Steko. „Ich freue mich über diese Gelegenheit, gegen Smolik zu kämpfen und werde sie wir Rocky nutzen“, sagt Janacek selbstbewusst. Gegner Smolik ist sauer. „Ich habe mich jetzt so lange auf Tok vorbereitet“, schimpft der Titelverteidiger. „Der neue Gegner ist genauso wie ich ein Rechtsausleger und größer als ich, also das komplette Gegenteil von Tok. Wir müssen die ganze Taktik jetzt umdenken, was es nicht einfacher macht.“ wk