Ferrari dreht die Zeit zurück

von Redaktion

Mick Schumacher liefert starken Testauftritt für die Scuderia

Sakhir – Auch lange nach der ersten Ausfahrt im Ferrari war Mick Schumacher von den Eindrücken überwältigt. „Ich lächle immer noch“, sagte der 20-Jährige zum Abschluss des mit Spannung erwarteten Testtages in Bahrain, der mit der zweitschnellsten Zeit endete: „Ich habe es genossen, besonders die letzten Runden. Es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß.“Vater Michael hatte vor zwölf Jahren und vier Monaten sein letztes Rennen für die Scuderia absolviert–- nun schloss sich ein Kreis.

Die ersten Testkilometer des Schumacher-Sprosses in einem Formel-1-Boliden in Bahrain beeindruckten auch die Ferrari-Konkurrenten. „Das ist ziemlich cool“, schrieb das Weltmeisterteam Mercedes bei Twitter: „Es ist etwas Besonderes, den Namen Schumacher wieder auf einem Formel-1-Auto zu sehen.“ Reifenhersteller Pirelli jubelte: „Es ist, als würden wir die Zeit zurückdrehen.“

Als Nachwuchsfahrer der Ferrari Academy bekam Mick Schumacher drei Tage nach seinem Formel-2-Debüt die Chance zu ersten Erfahrungen in der Königsklasse – und hatte eine verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen. Nach dem mageren Start sollen die Daten der Testfahrten Besserung bringen.

Bis zu einem Regenguss am Vormittag spulte Schumacher sein Programm konzentriert ab, auch wenn seine Zeiten zunächst nicht an die der F1-Stammpiloten heranreichten. Nach der Pause sah das ganz anders aus. Schumacher setzte in 1:30,238 Minuten die Bestzeit und verbesserte diese noch auf 1:29,976. Kurz vor Schluss zog aber der Niederländer Max Verstappen vorbei (1:29,379) und lag mehr als eine halbe Sekunde vor dem am Ende zweitplatzierten Schumacher.  sid

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