Hamburg – Wenn Alfred Gislason am Wochenende zum letzten Mal als Trainer des THW Kiel in die Arena im Hamburger Volkspark einläuft, spielen die Gedanken an seinen Abschied keine Rolle. Sagt er zumindest. Und man kann es ihm glauben. Der Mann brennt vor Ehrgeiz, wenn es wie an diesem Wochenende beim Pokal-Finalturnier um einen Titel geht. Fünf Mal war er in Hamburg dabei, immer holte er den Titel. Ein sechstes Mal hat noch kein Trainer geschafft.
Seine volle Konzentration gilt zunächst dem Halbfinale gegen die Füchse Berlin am Samstag (18.30 Uhr/Sky Sport News HD), ein „sehr schwieriges Spiel“, wie er sagt. In einem Finale am Sonntag (15.10 Uhr/ARD und Sky) ginge es gegen Hannover-Burgdorf oder den SC Magdeburg.
Auch mit seinen 59 Jahren hat Gislason nichts von seiner Erfolgsbesessenheit eingebüßt. Nach sechs Meisterschaften, den fünf Pokalsiegen und zwei Titeln in der Königsklasse mit dem THW brennt der dienstälteste Bundesliga-Coach auf den Saison-Endspurt, in dem außer dem Pokalsieg auch die Meisterschaft und der EHF-Cup möglich sind. Zumindest eine Trophäe soll her. sid