München – 14 Siege in 30 Spielen. So fällt die Bilanz der Basketballer des FC Bayern in der diesjährigen Euroleague-Saison aus. Am Freitagabend erkämpften sich die Münchner im letzten Hauptrundenspiel einen 84:77 (44:35)-Heimerfolg gegen Gran Canaria. Und auch, wenn es nicht für die Playoff-Qualifikation reichte, sind die Verantwortlichen mehr als zufrieden.
Noch bevor die Partie begonnen hatte, begab sich Uli Hoeneß daher auf das Parkett. Der Bayern-Präsident bedankte sich bei den Fans für die Unterstützung und lobte sowohl Trainer Dejan Radonjic als auch die Spieler. Auf sie sei trotz der hohen Belastung stets Verlass gewesen, so Hoeneß. Und genau das bestätigten die Münchner auch auf ihrer Abschiedsgala.
Die Hausherren starteten solide in die Partie und hatten die Gäste weitestgehend im Griff. Vor allem Topscorer Derrick Williams (20 Punkte) war wieder einmal eine Bank. Zur Pause führten die Münchner bereit 44:35. In der Folge bauten die Gastgeber ihren Vorsprung weiter aus. Letztendlich gelang den Bayern der erhoffte Erfolg zum Abschluss der Euroleague. Die kommenden Wochen stehen nun ganz im Zeichen der Titelverteidigung in der BBL.
„Es ist sehr wichtig, unser Territorium zu markieren“, erklärte Geschäftsführer Marko Pesic in der „Süddeutschen Zeitung“. In der kommenden Saison soll dann erneut auf europäischem Parkett angegriffen werden. Pesic kündigte eine Aufstockung des Etats (derzeit rund 20 Millionen Euro) sowie die Verpflichtung europäischer Hochkaräter an: „Wir haben nächstes Jahr zwei Teams und vier Spiele mehr in der Euroleague. Daher denken wir nach, auf den kleinen und großen Positionen mehr Tiefe zu haben.“ Denn in Zukunft sollen auch europäische Titel her. Pesic: „Wenn die Halle steht, muss dieser Verein zu den Topclubs in Europa gehören.“ Der SAP Garden im Olympiapark soll 2021 fertiggestellt sein. Bis dahin sind die Münchner dank zwei Wildcards in jedem Fall für die Euroleague spielberechtigt. Lena Meyer