„Dreckig? Das können wir nicht“

von Redaktion

Spielmacher Bigalke über die Krise der SpVgg Unterhaching

Unterhaching – An diesem Samstag tritt die SpVgg Unterhaching beim Karlsruher SC an. Unser Interview mit Spielmacher Sascha Bigalke.

Herr Bigalke, im neuen Jahr hat Haching nur eines von elf Spielen gewonnen. Wie ist das zu erklären?

Man muss zwischen Ergebnis und Leistung unterscheiden. Wir haben zuletzt dreimal zu Hause 0:0 gespielt und dabei jeweils drei bis vier Hochkaräter vergeben. Richtig schlecht war eigentlich nur das Spiel in Aalen (1:4), wo überhaupt nichts gepasst hat.

Reine Ergebniskrise also?

Nein, die Form jedes einzelnen Spielers ist nicht so gut wie in der Hinrunde, das muss man klar so sagen. Das Selbstvertrauen hat gelitten, die offensive Leichtigkeit der Hinrunde ist weg. Da haben wir aus halben Chancen Tore gemacht. Und dann reiht sich auch noch Verletzung an Verletzung (aktuell fallen neun Spieler aus, d. Red.). Das ist schon extrem.

Sechs Spiele ohne eigenes Tor. Haben Sie so etwas schon mal erlebt?

Ich kann mich nicht dran erinnern. Entscheidend ist, dass du dran bleibst. Wir erarbeiten uns die Chancen ja – und irgendwann hauen wir sie auch wieder rein.

Fehlt Haching der Plan B?

Fakt ist, dass wir uns sehr schwer damit tun, dreckige Siege einzufahren, Standards zu erzwingen, wie das zum Beispiel der KSC gut kann, Wehen oder auch Sechzig. Vielleicht ist es deshalb gar nicht verkehrt, dass wir in dieser Saison nicht mehr aufsteigen werden. Jetzt haben wir ein Jahr mehr, um uns breiter aufzustellen.

Wie groß ist die Abstiegsgefahr in Ihren Augen?

Da habe ich keine Befürchtungen, weil wir defensiv so stark sind, dass wir zu null spielen können, wenn’s hart auf hart kommt. Ich gehe davon aus, dass 45 Punkte am Ende reichen werden, das heißt, wir brauchen aus sieben Spielen noch vier Stück – die holen wir. Vielleicht fangen wir am Samstag beim KSC damit an. Es könnte uns guttun, dass wir nicht als Favorit in die Partie gehen.

Interview: Ludwig Krammer

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