Nur ein kleiner Krimi

von Redaktion

EISHOCKEY Meister EHC München verliert das zweite Halbfinalspiel gegen Augsburg 3:4

VON MARIE WOLF

Augsburg – Auch dieses zweite Spiel im Playoff-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga war wieder eine umkämpfte Partie, aber am Freitagabend mussten Zuschauer weder früher gehen, weil das Parkhaus schloss, noch außergewöhnlich großes Stehvermögen beweisen. Das Duell zwischen Augsburg und dem EHC München war ein kleiner Eishockey-Krimi – allerdings einer ohne Verlängerung. Die Gastgeber entschieden kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit die Partie mit 4:3 (1:1, 1:1, 2:1) für sich und schafften damit den Ausgleich in der Best-of-seven-Serie. Der Titelverteidiger aus München hatte anders als zwei Tage zuvor beim siebtlängsten Spiel der DEL-Geschichte das schlechtere Ende und kann sich am Sonntag daheim für die Auswärtsniederlage revanchieren.

Die Augsburger waren nach 16 Minuten in Führung gegangen gegen den dominierenden EHC. Matt Fraser hatte den bis dahin nicht sehr geforderten Danny aus den Birken überwunden. Es dauerte nur 59 Sekunden, bis der Puck zum zweiten Mal im Tor lag, aber dieses Mal in dem der Augsburger. Auch diesen insgesamt dritten Münchner Treffer gegen die Panther erzielte Mark Voakes, der kanadische Stürmer, der eigentlich lieber Tore vorbereitet. „Wir haben gleich die Antwort gefunden“, sagte Yasin Ehliz nach dem ersten Drittel bei „magentasport“. Der Münchner haderte allerdings mit dem Überzahlspiel seiner Mannschaft in dieser Phase: „Das Powerplay war nichts. Es war keine Bewegung drin. Die Augsburger mussten nichts machen.“

Der Meister kam nach der ersten Drittelpause wacher aus der Kabine. Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt im zweiten Durchgang, da traf John Mitchel nach glänzendem Pass von Trevor Parkes zum 2:1.

Aber auch Augsburg war in der Lage, schnell zu antworten, wenngleich es dieses Mal mit dem Ausgleich etwas länger dauerte als im ersten Drittel, gut zwei Minuten. Matt White brachte die Gastgeber mit seinem Treffer zum 2:2 – in einer Phase, in der der EHC dabei war , die Partie zu entscheiden – wieder zurück ins Spiel.

Wer nun dachte, die Kräfte würden nun langsam schwinden mit dem Mammut-Duell zwei Tage zuvor in München in den Knochen, sah sich getäuscht. Das letzte Drittel hatte es noch einmal in sich. Zunächst schloss Andrew LeBlanc ein Solo zum 3:2 für die Panther ab (42.), aber München zeigte erneut eine gute Reaktion. Vier Minuten später traf Mitchell zum zweiten Mal an diesem Abend. Die Augsburger hatten in dieser Szene viel zu lässig verteidigt.

Einen Penalty (geschossen von Sahir Gil) vergaben die Panther noch, aber 26 Sekunden vor dem Ende nutze LeBlanc eine Überzahlsituation und entschied die Partie mit seinem zweiten Treffer für Augsburg.

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